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Bild: (c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL) 

Red Bull und Google Top-Arbeitgeber Österreichs

28.04.2017 | 09:53 |   (DiePresse.com)

Wirtschaftswissenschaftler bevorzugen den öffentlichen Sektor, Technik-Absolventen starten am liebsten in der Pharma-Industrie durch. Was zählt ist vor allem digitales Know-how.

Österreichs Studierende haben gewählt: Red Bull ist der Top-Arbeitgeber der Wirtschaftswissenschaftler, Techniker wollen am liebsten zu Google. Das ergab das diesjährige trendence Graduate Barometer. Im Rahmen der Studie des Beratungsunternehmens für Employer Branding haben 12.000 abschlussnahe Studierende von 31 Hochschulen in ganz Österreich über ihre Wunscharbeitgeber abgestimmt. Platz zwei belegt in beiden Fachbereichen die BMW Group, auf den dritten wählten die Techniker Siemens und die Wirtschaftswissenschaftler Google.

Öffentlicher Sektor dominiert die Top 10

Der öffentliche Sektor überzeugt die Absolventen mit der Aussicht auf sichere Jobs und führt die Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber der Wirtschaftswissenschaftler an: Die Europäische Kommission liegt auf Rang vier, das Außenministerium auf Rang fünf, die Wirtschaftskammer Österreich auf Rang sieben und die Oesterreichische Nationalbank auf Rang neun. Mit der WKÖ und der OeNB schaffen es zwei Neueinsteiger der Branche unter die ersten zehn.

Absolventen streben nach Karriere

Wirtschaftler steigen am liebsten und mit steigender Tendenz in die Beratungsbranche ein. Nicht ohne Grund, sagt Bernhard Vierhaus, Country Manager Austria bei trendence: „Karriere, Weiterbildung und ein hohes Einstiegsgehalt werden den Absolventen immer wichtiger – und genau das versprechen ihnen die Beratungen."  Entsprechend werden auch die Arbeitgeber der Branche immer beliebter: BCG landet auf Rang elf der Wunscharbeitgeber, Deloitte und EY punktgleich auf Rang zwölf, McKinsey und PwC teilen sich Rang 20 und KPMG rangiert auf Platz 22. Die österreichische Beratung LeitnerLeitner schafft es immerhin auf Rang 87.

Chemie- und Pharmaindustrie bei Technikern beliebt

Techniker bevorzugen für ihren ersten Job nach dem Studium die Chemie- und Pharmaindustrie. Mit Bayer (Rang fünf), Boehringer Ingelheim (Rang acht), Baxter (Rang elf), Sandoz (Rang 16) und Novartis (Rang 19) sind fünf Unternehmen der Branche unter den Top 20 im Arbeitgeberranking. Auch die österreichischen Unternehmen Borealis (Rang 30) und Lenzing (Rang 49) landen in der obere Hälfte der Top 100.

Digitals bekommen schneller Jobs

Unternehmen suchen mehr und mehr nach Absolventen mit besonders ausgeprägten digitalen Kompetenzen. Aber noch können die wenigsten mit Big Data oder agilen Methoden umgehen: zu den sogenannten Digitals zählen nur etwas über ein Drittel der Wirtschaftswissenschaftler und knapp die Hälfte der Techniker. Allerdings: Wer dazugehört, hat häufig schon während des Studiums einen Job.

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