Karriere

Karriere | Ratgeber | Zugmann | Artikel DruckenArtikel drucken


Kaum reguläre Anstellungen für 50plus

30.03.2012 | 09:58 | Johanna Zugmann (Die Presse)

Kreative Lösungen sind gefordert, wenn der Schatz im Silberhaar nicht auf der Straße stranden soll.

Während in Schweden und Norwegen 63 beziehungsweise 59,9 Prozent der Personen im Alter zwischen 60 und 64  noch erwerbstätig sind, beläuft sich dieser Anteil in Österreich auf nur 21 Prozent. Das heißt, jeder Fünfte dieser Altersgruppe genießt – aus eigenen Stücken oder frühzeitig vom Unternehmen in den Ruhestand abgebaut – das Dolcefarniente, sofern das vorher angesparte Kapital oder die Höhe der Pension das zulässt.

Dass immer mehr Unternehmen mit maßgeschneiderten Programmen den Erhalt der Arbeitsfähigkeit, der Gesundheit und der Produktivität ihrer Mitarbeiter unterstützen, ist eine erfreuliche Tatsache.  Schließlich nimmt die Bedeutung der Arbeitsleistung Älterer wegen der demografischen Entwicklung zu.

Vor 1960 Geborene sollten bei solchen Arbeitgebern bleiben (siehe Seite K1), denn Karrierechancen oder auch nur Aussichten auf eine reguläre Anstellung nach der Vollendung des 50. oder gar des 60. Lebensjahres haben nur Einzelfälle. Einzelfälle mit besonderem Spezialwissen, einzigartigen Kompetenzen oder Erfahrungen.
Sollen die Schlupflöcher in Früh-, Korridor- oder Invaliditätspensionen gestopft werden, dann werden sich Politik  und Wirtschaft aber wohl noch einige kreative und innovative Lösungen einfallen lassen müssen. Es sei denn, in Österreich nimmt man bewusst in Kauf, dass der Schatz im Silberhaar auf der Straße strandet.


© Karriere