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Der Chef, ein Märchenonkel

08.09.2017 | 10:02 |  Michael Köttritsch (Die Presse)

Sprechblase Nr. 203. Warum Story-Telling auch nur ein alter Hut ist.

Es war einmal . . . der Wunsch der Führungskräfte, ihre Botschaften, Ziele und Visionen zu kommunizieren. Sie wollten mit bewegenden, eingängigen Bildern berühren und auf diese Weise sogar auch noch Lösungswege aufzeigen.
Da die Begriffe Märchen (laut Imas ist „Hänsel und Gretel“ das Lieblingsmärchen der Österreicher), Geschichten gar oder G'schicht'ln in Zeiten von Fake News nicht unbelastet sind, nennt man das Alte neu, und zwar – Achtung, Sprechblase – Story-Telling.
Und so wird allerorten versucht, einen Protagonisten, das auslösende Dilemma, einen Veränderungswunsch, einen Antagonisten, den daraus resultierenden Konflikt und die Transformation samt Happy End in einen Spannungsbogen zu packen. Und schon ist die Story fertig. Der Chef zufrieden. Die Mitarbeiter beglückt. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann . . .

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.


[NQEAP]

(Print-Ausgabe, 09.09.2017)

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