Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentieren Artikel senden Senden
Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry) 

Mehr zum Thema:

Gute Kapitäne und Matrosen

21.07.2017 | 07:30 |  Von Michael Köttritsch (Die Presse)

Sprechblase Nr. 196. Warum man „Leuchtturmprojekte identifiziert“.

Aktuell ist es recht finster in Österreich. Was Kapitäne und Matrosen nicht sehr freut: Leuchttürme gibt es nur in Podersdorf und auf der Wiener Donauinsel. Und dann noch die Molenfeuer, die in Bregenz leuchten. Mehr Licht gibt es nicht.

Kein Wunder, dass laufend an verschiedensten Orten versucht wird – Achtung, Sprechblase –, „Leuchtturmprojekte zu identifizieren“. Vorzeigeprojekte waren gestern. Sie sind heute zu kraftlos. Leuchttürme hingegen trotzen fest mit dem Boden verbunden Wind, Wetter und Wellen. Man könnte auch sagen, sie sind unverrückbar, unbeweglich, unflexibel. Das ist geradezu paradox in dynamischen, volatilen, agilen Zeiten.

Eines haben Leuchtturmprojekte den Vorzeigeprojekten voraus: Sie bringen Licht ins Dunkel – und wenn es nur die Lichtblitze des Leuchtfeuers sind. Gute Kapitäne und Matrosen kommen damit aus.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

 


[NPG19]

AnmeldenAnmelden
DiePresse.com