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Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry) 

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11.04.2017 | 16:53 |  Andrea Lehky (DiePresse.com)

Kolumne "Führungsfehler". Der Technikchef wies den neuen Mitarbeiterinnen ihre Arbeit zu. „Sie“, deutete er auf die eine, „Sie nehmen die Störungen entgegen. Und Sie“, er blickte zur anderen, „Sie teilen die Techniker ein.“

Mit etwas mehr Empathie hätte er bemerkt, dass die beide gar nicht glücklich dreinsahen. Die eine hasste Telefonieren, die andere war schüchtern und fürchtete sich vor den ruppigen Technikern. Aber die Stimme des Chefs ließ keinen Widerspruch zu.

Sie fügten sich, fanden aber bald heraus, dass auch die jeweils andere gern getauscht hätte. Nach ein paar Wochen sprachen sie den Chef darauf an. „Kommt nicht in Frage“, blaffte er sie an, "Sie hatten gerade erst Einschulungen. Glauben Sie, wir fangen von vorne an?“

Wieder ein paar Wochen später hatte das Marketing eben ein Kundenmailing verschickt, in dem die beiden samt ihren Funktionen vorgestellt worden waren. Noch später konnte man den Kunden keinen Wechsel zumuten.

Konnte man doch. Die beiden kündigten am selben Tag und waren nie mehr gesehen.

 

Das Management. Unendliche Möglichkeiten für Führungsfehler. Wenn Sie einen solchen loswerden wollen, schreiben Sie an: andrea.lehky@diepresse.com

Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle "Führungsfehler" finden Sie hier.

 

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