Weniger Betriebe bilden Lehrlinge aus

25.05.2016 | 10:44 |  Andrea Vyslozil (DiePresse.com)

Die Anzahl der heimischen Betriebe, die Lehrstellen anbieten, ist in den vergagenen zehn Jahren stark rückläufig. Insgesamt wurden in Österreich 2015 knapp 32.500 Lehrlinge ausgebildet.

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Die Zahl der lehrlingsausbildenden Betriebe ist in Österreich seit 2005 um 21 Prozent zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in ihrer aktuellen Lehrlingsstatistik. In Wien sind es gar um 23 Prozent weniger ausbildende Unternehmen. Die Lehrstellenlücke wird dadurch immer größer, alleine in Wien waren im ersten Quartal 2016 rund 7000 Jugendliche ohne Lehrstelle.

Insgesamt gab es in Österreich im Jahr 2015 knapp 32.500 Lehrlinge. Ausgebildet wurden der Großteil in einem der rund 28.200 Ausbildungsbetriebe. Knapp 4300 fanden keinen Platz in einem Ausbildungsbetrieb und nahmen die überbetriebliche Lehrausbildung des Arbeitsmarktservice (AMS) in Anspruch. Seit 2008 gibt es für Jugendliche, die keine Lehrstelle in einem Betrieb finden eine Ausbildungsgarantie. Sie können ihre Lehre als Überbetriebliche Ausbildung beim AMS machen.

Die Gesellschaft Jugend am Werk möchte mit Modulangeboten Betriebe animieren, wieder Lehrlinge aufzunehmen. Der wirtschaftliche Strukturwandels verändere die Leistungsansprüche in den einzelnen Berufen, sagt stellvertretende Geschäftsführerin Brigitte Gottschall. "Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen fehlen Know-how und spezielle Maschinen, um ihre Lehrlinge entsprechend auszubilden“. Einzelne Inhalte der Lehrlingsausbildung modular auszulagern, könne diese Probleme lösen.

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