Lehre in Zahlen

06.11.2015 | 12:00 |   (DiePresse.com)

Serie 3/3. Das Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) veröffentlichte diese Woche Zahlen zur Lehrausbildung.

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Lehrabschlussprüfungen

  •  Im Jahr 2014 wurden gemäß WKÖ-Statistik 57.589 Lehrabschlussprüfungen abgelegt. Die Zahl der erfolgreich abgelegten Prüfungen betrug im Jahr 2014 81,7 Prozent. Die Erfolgsquote lag somit geringfügig unter jener des Jahres 2013 (82,3 Prozent).

Öffentliche Ausgaben/Finanzierung

  • Gemäß einer Modellrechnung für das Jahr 2013/14 lassen sich die gesamten öffentlichen Mittel für die (betriebliche) duale Lehrausbildung mit  5.745,- Euro pro Lehrstelle beziffern. Die öffentlichen Mittel pro Lehrling liegen somit deutlich unter den Kosten pro Schüler in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (10.113,- Euro) beziehungsweise in der überbetrieblichen Berufsausbildung im Auftrag des AMS (15.878,- Euro).

Berufseinmündung, Arbeitsmarkt, Fachkräftebedarf

  • 2014 betrug die Arbeitslosenquote von Personen, die höchstens über einen Pflichtschulabschluss verfügen, in Österreich 12 Prozent. Die Arbeitslosenquote von AHS-Absolventen war 6,6 Prozent. Die Quote aller anderen Bildungslevels lag bei dieser Betrachtungsweise hingegen unter fünf Prozent, was die hohe berufliche Verwertbarkeit und Arbeitsmarktrelevanz der beruflichen Bildung in Österreich unterstreicht.
  •  Die Jugendarbeitslosenquote ist tendenziell niedriger, je mehr Jugendliche eines Altersjahrgangs eine Lehrausbildung absolvieren.
  • 92,1 Prozent der erwerbstätigen Lehrabsolventen waren im Jahr 2014 mindestens auf dem der Ausbildung entsprechenden Skill Level – beschäftigt beziehungsweise erwerbstätig.
  • 34 Prozent der Selbständigen in Österreich verfügen gemäß Arbeitskräfteerhebung 2014 über einen Lehrabschluss als höchste abgeschlossene Ausbildung.
  • In den nächsten Jahren ist ein „demografischer Druck“ auf das Fachkräfteangebot zu erwarten: die Zahl der Berufseinsteiger(Jugendliche) sinkt und die der Berufsaussteiger (Pensionierungen) steigt. Am Höhepunkt dieser demografischen Wende werden mehr als 135.000 60-Jährige rund 95.000 20-Jährigen in Österreich gegenüberstehen.

 

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1 Kommentare
Risaale
25.02.2016 11:30
0 0

Bildung für alle verbessern!

Nur 82 Prozent der abgelegten Prüfungen waren bestanden? Angesichts des Fachkräftemangels stellt sich hier die Frage, ob die Erfolgsquote nicht ein wenig angehoben wird. Bei überfüllten Studiengängen ist es keine Überraschung, dass Prüfungen schwieriger gestaltet werden, damit ein bestimmter Prozentsatz durchkommt. Was für die Bildung im Klassenzimmer auch verbessert werden sollte: die Schulbücher sind teilweise veraltet und die Lehrer setzen auf altbewährte Methoden, die sich in der Vergangenheit irgendwie durchgesetzt haben. Dabei sind neue Lernmedien ein Muss! Hier unter https://www.fwu-shop.de/ kann man sich an den Standards orientieren.
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