Lehre in Zahlen

23.10.2015 | 15:00 |   (DiePresse.com)

Serie 1/3. Das Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) veröffentlicht Zahlen zur Lehrausbildung diese Woche.

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Internationale Vergleichsdaten:

  • Österreich weist 2014 unter allen EU-Ländern die zweitniedrigste Arbeitslosenquote der Unter 25-Jährigen (10,3 Prozent) auf.

Lehre in Österreich:

  • Ende des Jahres 2014 waren österreichweit 115.068 Lehrlinge in Ausbildung, um mehr als 5.000 weniger als 2013 (120.579) und mehr als 16.000 weniger als Ende 2009 (131.676).
  • Die Zahl der Lehrlinge entwickelt sich sehr unterschiedlich nach Bundesländern: Im Zeitraum 1990-2014 gab es in Vorarlberg (-2 Prozent) nur einen geringen Rückgang an Lehrlingen, währenddessen die Rückgänge in den Bundesländern Steiermark (-34 Prozent), Burgenland (-33 Prozent), und Kärnten (-30 Prozent) erheblich waren. Die mit großem Abstand meisten Lehrlinge werden im Bundesland Oberösterreich ausgebildet.
  • Die „Lehranfängerquote“  ist seit Mitte der 90er Jahre lange Zeit relativ konstant geblieben. Jeweils rund 40 Prozent der Jugendlichen eines Jahrganges beginnen eine Lehrausbildung. Der Anteil lag allerdings 2011 noch bei 42,3 Prozent, seit 2012 ist ein markanter und stetiger Rückgang zu konstatieren.
  • Der Anteil weiblicher Lehrlinge ist bis etwa 1990 leicht gestiegen und hat sich zuletzt auf einem relativ konstanten Niveau bei rund 34 Prozent eingependelt.
  • Weiterhin ist bei weiblichen Lehrlingen eine besonders hohe Konzentration auf einige wenige Lehrberufe festzustellen. Ende 2014 wurde fast die Hälfte (47,4 Prozent) der weiblichen Lehrlinge in nur drei Lehrberufen (Einzelhandel, Bürokauffrau, Friseurin) ausgebildet.
  • Nachdem sich die Zahl der Lehrbetriebe in Österreich seit Ende der 90er Jahre lange Zeit (bei knapp unter 40.000) weitgehend stabilisiert hat, ist in den letzten Jahren wieder ein starker Rückgang der Lehrbetriebe zu beobachten, dessen Ursache primär in der abnehmenden Zahl von 15-Jährigen zu sehen ist.
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