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Bild: Pixabay 

Das „Uber für Technikprobleme“

03.04.2017 | 17:19 |  Charlotte Weber (DiePresse.com)

Das Wiener Start-up Helferline will professionellen und gleichzeitig kostengünstigen Technik-Support für Privatkunden bieten. Und hat damit Erfolg: das junge Unternehmen expandiert nun in weitere Landeshauptstädte.

Der Grundgedanke

Junge Menschen kennen es: In den Ferien darf man der Oma den Laptop einrichten, der Tante zeigen, wie Facetime funktioniert und einmal im Quartal ruft die Mama an, sie könne sich nicht erklären, wieso der Drucker plötzlich offline ist.

User sehen sich im Alltag mit immer mehr technischen Problemen konfrontiert, wissen jedoch nicht, wie sie sie lösen. Insbesondere ältere Menschen sind davon betroffen. Vor diesem Hintergrund hat Clemens Schmidgruber gemeinsam mit seinem fünfköpfigen Gründerteam die Idee von Helferline entwickelt: ein Netzwerk von geprüften Technikexperten, die Kunden über eine kostenlose Hotline anrufen. Zu erschwinglichen Preisen kommt eines der Helferlein, das von der App informiert wurde, noch am selben Tag vorbei.

Vorteile für beide Seiten

So lösen die Helferlein unkompliziert die Probleme ihrer Kunden und verdienen durch ihre Arbeit etwas dazu. Ausgewählt wurden sie in einem mehrschichtigen Bewerbungsverfahren. Denn, so Schmidgruber: aktuellen Studien zufolge verschweigen 28% derjenigen, die im IT-Bereich tätig oder ausgebildet sind, ihre technischen Fähigkeiten, da sie fürchten, sonst ständig kostenlos Probleme beheben zu müssen.

Die Helferlein bekommen 30 Euro pro Stunde. Berechnet wird pro abgelaufener Viertelstunde, und auch nur, wenn eine Lösung gefunden wurde. Das dauert erfahrungsgemäß zwischen fünf und 75 Minuten. Momentan sind 100 Helferlein im Einsatz.

Expansion in die Bundesländer

Mit ihrem Geschäftsmodell gewannen der Jungunternehmer und sein Team im letzten Jahr den i2b-Businessplan-Wettbewerb von Wirtschaftskammer und Erste Bank. Nach dem erfolgreichen Start in Wien expandiert Helferline nun auch nach Graz, Linz und Salzburg. In Zukunft soll das Technik-Netzwerk auf ganz Österreich ausgeweitet werden und nicht nur auf die Stadt beschränkt sein. Und danach? Erstmal die Schweiz und Süddeutschland, sagt Schmidgruber.

3 Kommentare
Sophia24
13.04.2017 14:19
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Technologische Fortschritte

Wenn unsere technologischen Fortschritte Lücken für neue Supportlösungen zulassen, wieso sollte man dann nicht die Chance ergreifen? Finde ich prima!

Ich finde es immer bewundernswert, wenn jemand den Mut aufbringt, und seine Träume in die Tat umsetzt! Für mich selbst, wird die eigene Selbstständigkeit wohl immer eine kleine Träumerei bleiben, bin dann doch eher ein wenig risikoavers :-)

In erster Linie befürworte ich viele Anbieter, die uns das Leben leichter machen wollen. Dennoch bleibt die zunehmende „Abhängigkeit“ als Negativaspekt bestehen.

Wir beanspruchen mittlerweile so viele Technologien, auf die wir uns tagtäglich verlassen müssen.. Würden wir bloß einen Tag darauf verzichten müssen, würde es uns vermutlich komplett aus der Bahn werfen und wir wüssten nicht mehr ein, noch aus.

Andererseits bin ich um die hilfreichen Apps unserer Handy-, Strom- oder Internetanbieter sehr dankbar. Um mir einen schnellen Überblick der Daten und Verträge zu verschaffen, greife ich mittlerweile selbst darauf zurück. Bislang nimmt yourfone: https://www.yourfone.de/
daher einen recht großen Platz in meiner Appstoresammlung ein :-)

Trotzdem ist überall Vorsicht geboten. Unsere "Unwissenheit" kann nämlich auch schnell ausgenutzt werden. Deswegen ist es wichtig, selbst im Bilde zu sein ;-)

Ich wünsche euch vorab schöne österliche Feiertage!
Gruß,
Sophia

nichtdeinwaehler
04.04.2017 13:11
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"Start up"

@diepresse.at
Wann mutiert ein eigentlich ein Jungunternehmen/Einpersonenunternehmen zu einem"start up"?

Danke für Ihre freundliche Antwort (Hoffnung habe ich jedoch keine!)
sonnenstrahl
04.04.2017 18:16
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Re: "Start up"

das würde mich auch sehr interessieren!
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