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Bild: (c) anna konrath 

Darf man mit guten Ideen (richtig viel) Geld verdienen?

03.02.2017 | 13:54 |  Michael Köttritsch (DiePresse.com)

Bei der Diskussion im WU-Gründungszentrum fiel die Antwort ganz klar aus: Man MUSS Geld verdienen als Entrepreneur.

Sehr spannend, aber auch richtig humorvoll ging es am vergangenen Donnerstag, den 26. Jänner 2017, im WU Gründungszentrum bei der Diskussion „Darf man mit guten Ideen (richtig viel) Geld verdienen?“ zu. Auf dem Podium fanden sich vier Gäste ein, die alle viel Interessantes aus ihren Erfahrungen berichten konnten:

Lena Gansterer vom Impact Hub Vienna, Michael Meyer vom Kompetenzzentrum für Nonprofit Organisationen und Social Entrepreneurship an der WU Wien, Martin Wesian von Helioz und Werner Wutscher von New Venture Scouting.

„Warum sollte man denn nicht dürfen?“, fragte Lena Gansterer als Antwort auf den Titel der Diskussion. Michael Meyer meinte dazu: „Kann man denn…?“ und Martin Wesian stellte klar: „Man MUSS Geld verdienen!“, auch und insbesondere, wenn man es mit Impact-Ideen machen möchte.

 (c) anna konrath Lena Gansterer

(c) anna konrath Lena Gansterer

Gerade in der Nachhaltigkeitsszene kann man durchaus Skepsis spüren, was die Verbindung von wirtschaftlichem Erfolgsstreben und sozial-ökologischen Zielsetzungen angeht. Und nicht selten werden diese Diskussionen sehr emotional. Bei Start-ups kommt noch hinzu, dass – wie Werner Wutscher erwähnt – erfolgreiche Gründungsprojekte fast immer sinngetrieben sind. Der Wunsch, ein wichtiges Problem zu lösen, stehe im Fokus.

 „Das Potenzial von Social Business in Österreich“ ist eine von Michael Meyer und Peter Vandor durchgeführte Studie, die für Österreich ein starkes Wachstum im Bereich Social Business prognostiziert. Weil darin klar die Finanzierung als Herausforderung attestiert wird, lautet die Empfehlung demnach „Finanzierungsangebote für Social Businesses mit Fokus auf Inkubation und Finanzierung von Social Startups und Innovationsentwicklung“ auszubauen. Somit würden auch mehr Start-ups die Überführung in den Regelbetrieb schaffen, was für viele einen großen Stolperstein darstellt.

(c) anna konrath Werner Wutscher (links) im Gespräch mit Michael Meyer (rechts)

(c) anna konrath Werner Wutscher (links) im Gespräch mit Michael Meyer (rechts)

Die Moderation übernahmen die beiden Gastgeber Fred Luks vom WU-Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit und Rudolf Dömötör vom WU Gründungszentrum, die diese Kooperation sichtlich genossen.

Dieser spannende Schlagabtausch hat sicher bei einigen Gästen noch nachgewirkt.

 

Die Podiumsgäste

Lena Gansterer: Impact Hub Vienna, Co-Founder Investment Ready Program, Preisträgerin des Investorinnen Award 2017 in der Katergorie "Incubator / Accelerator".

Michael Meyer leitet das Kompetenzzentrum für Nonprofit Organisationen und Social Entrepreneurship an der WU Wien.

Martin Wesian: Gründer des Impact Start-ups Helioz.

Werner Wutscher: New Venture Scouting, Gründungsmitglied von Austrian Angel Investors Association und Business Angel of the Year 2012.

 

 

1 Kommentare
Lenoo
08.02.2017 09:34
0 0

Geld

Geld ist nicht alles. Ich investiere einen Großteil meiner Einnahmen wieder in Projekte, damit sie wachsen und gedeihen. Und das spüren auch die Kunden dann!
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