Neue Visionen für Gründerinnen

13.12.2016 | 18:15 |   (DiePresse.com)

Female Founders Report und die Aufforderung: "Frauen traut euch im hochtechnologischen Bereich zu gründen."

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200 Frauen, die entweder bereits ein Unternehmen gegründet haben oder planen, in naher Zukunft zu gründen, wurden im Rahmen des Austrian University Female Founders Reports befragt. Damit soll ein Beitrag zur Identifikation von Schlüsselfaktoren für die Unterstützung von Frauen geleistet werden.

Mit ihrem Fokus auf sowohl etablierte als auch auf zukünftige Gründerinnen leistet die Studie zweierlei: sie reicht in die aktive Community und dabei vor allem in jene Zielgruppe hinein, die später von diesen Maßnahmen profitieren soll, und sie zeigt praxisrelevante Handlungsfelder auf, weil sie einen Vergleich von erwünschter und rückblickend als relevant empfundener Unterstützung ermöglicht.

Bei der Präsentation der Ergebnisse des ersten Female Founders Reports im Gründungszentrum der WU Wien wurde nicht nur ein Call to Action-Paper vorgestellt, sondern Gründerinnen und Business Angelinas diskutierten die aktuelle Situation in Österreich.

Theresa Steininger (Co-Founder Wohnwagon) erzählte, wie sich sich beim Start des Unternehmens teilweise auch sehr überfordert gefühlt hatte. Mit dem Tun war das Selbstvertrauen in das eigene Können gekommen. Auch Mentoren zu suchen und zu finden gehöre zum Unternehmerinnensein einfach dazu.

Selma Prodanovic (1millionstartups) brachte ihre Erfahrung als Unternehmerin ("Habe viel erlebt, nach Rückschlägen einfach wieder aufstehen.") und Investorin ein. Neben mehr Gründerinnen in der Start-up-Szene brauche es insbesondere auch mehr Investorinnen. Und sagt Prodanovic: "Role Models sind sehr wichtig."

Gabriele Tatzberger (Wirtschaftsagentur) berichtete von ihrwn Erfahrungen: "Beratungs- und Förderangebote werden 50/50 von Frauen und Männern nachgefragt." Gründungsworkshops zum Beispiel. Wenn es aber um wachstumsorientierte, hochtechnologische, skalierbare, risikoreiche Projekte geht, fragen eher die Männer nach.

Regine Bendl (WU-Professorin Gender and Diversity) meinte, die Forschung zeige, dass heterogene Teams besser, also kreativer und erfolgreicher seien. " Spezifische Frauennetzwerke sind wichtig und sinnvoll, um Frauen in das Thema „hereinzuholen“ – gleichzeitig ist aber auch die Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit dieser Frauennetzwerke zu „klassischen“ männerdominierten Netzwerken sehr wichtig. "

Lisa Fassl (aaia und Female Founders): "Es ist wichtig: Can-do-Mentalität zu entwickeln. Frauen, traut euch auch im hochtechnologischen Bereich zu gründen."

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