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Das Team mit seinem Produkt von links nach rechts: Joachim Leitgeb (Founder & Product Development), David Dietrich (Co-Founder & Finance), Markus Strasser (Co-Founder & Logistics), Eva Riesemann (Co-Founder & Marketing) und im flying tent: Bettina Wenigwieser (Marketing & Communication Assistant). / Bild: (c) Patrick Connor Klopf 

Start-up-Steckbrief: Fit für's Abenteuer

02.11.2016 | 11:11 |  Matthias Humpelstetter (DiePresse.com)

Vor der Reise die richtigen Dinge einpacken - für viele eine Wissenschaft. Kleines und kompaktes Equipment macht Reisenden das Leben leichter. Das weiß auch Joachim Leitgeb, Entwickler des flying tent.

Die Idee

Joachim Leitgeb ist selbst viel unterwegs. Im Ausland und vor allem in der freien Natur. Da gehört es auch dazu, gelegentlich vom Wetter überrascht zu werden. Dann heißt es improvisieren. Um sich vor dem Regen zu schützen, schlang sich Leitgeb eines Tages die mitgebrachte Hängematte um den Leib. Das funktionierte mehr schlecht als recht, wie er bald feststellen musste. Eine Erfahrung, die für ihn ein wahrer Segen sein sollte. Quasi nachdem er sich etwas Trockenes angezogen hatte, gründete er die Startraveller Equipment GmbH und setzte seine Idee um: das flying tent.

Was macht die Idee so besonders?

Als überdachte Hängematte kann das flying tent sowohl als Ein-Personen-Zelt mit Mosquitoschutz, als auch als Regenponcho benutzt werden. Zusätzlich lässt sich die Überdachung abnehmen, sodass sich aus der Hängematte in wenigen Handgriffen ein Sonnensegel basteln lässt. Letzteres eignet sich selbstverständlich auch als einfache Unterlagsdecke.

Was waren die bislang größten Hürden?

Eine der größten Hürden war es, einen passenden Produktionspartner zu finden. Es stellte sich als beinahe unmöglich heraus, einen verlässlichen regionalen Partner zu finden. Eine sehr entmutigende Phase für das Team, da die Nachfrage interessierter Kunden da war, die Startraveller aber nicht liefern konnte.

Fehler, die die Gründer nicht mehr machen würden

Vor der Einführung des Produktes in den Markt sollte auf jeden Fall die Lieferkette gesichert sein. Das hätte dem Team so manche Sorge erspart.

Der kurioseste Moment

Schockierend und lustig zugleich war die Präsentation des flying tent bei der Fernsehshow „2 Minuten 2 Millionen“. Um das Produkt zu testen, setzte sich ein Jurymitglied in die Hängematte und plumpste rücklings zu Boden. „Hoffentlich hat er sich jetzt vor laufender Kamera nichts gebrochen“, geisterte es durch die Köpfe der um das Image ihres Produktes besorgten Gründer. Nichts passiert, die Jury nahm es mit Humor!

Einer der aufregendsten Momente bleibt der Abschluss der Kickstarter-Kampagne, mit der knapp eine halbe Million Euro Umsatz erzielt werden konnte.

Das nächste Ziel

Noch in diesem Jahr startet der Onlineverkauf, im Frühjahr kommt das flying tent in den Handel. Zusätzlich meldete das Team sein Produkt für den ISPO Brand New Award an. Mit weiteren multifunktionalen Outdoor-Produkten will das Team den Markt erobern!

Kontakt

Startraveller Equipment GmbH
Hauptplatz 9/6
9300 St. Veit/Glan

info@flyingtent.com

www.flyingtent.com/

 Der Start-up-Steckbrief ist eine Kooperation mit I2B Businessplan Wettbewerb.

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