Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentieren Artikel senden Senden
von links nach rechts: Christian Pendl (Geschäftsführer), Manfred Weiss (Ideengeber, Entwickler und Koordinator) und Ralph Gruber (Entwickler und Organisationstalent) / Bild: (c) The Schubidu Quartet 

Start-up-Steckbrief: BiP-App für bipolar Erkrankte und Begleiter

18.10.2016 | 17:38 |  Matthias Humpelstetter (DiePresse.com)

Die bipolare Störung gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Mit einer App will das Team der meemo-tec OG Betroffenen helfen, mit der Krankheit umzugehen.

Die Idee

Etwa fünf Prozent aller Menschen leiden an einer bipolaren affektiven Störung (BAS) – sie durchleben wiederholt Episoden von Depression und Manie. So auch jemand aus dem nahen Umfeld von Manfred Weiss. Als er sich mit der Krankheit auseinandersetzte, kam ihm die Idee zur BiP-App. Die Smartphone-App soll Betroffenen und ihren Bezugspersonen dabei helfen, mit der psychischen Erkrankung umzugehen. Die BiP-App erkennt frühzeitig Symptome manischer und depressiver Phasen und greift dann unter die Arme, wenn Hilfe benötigt wird.

Was macht die Idee so besonders?

Die App greift auf therapeutische Ansätze der Fachmedizin zurück, um an BAS Erkrankte zu unterstützen. Sie registriert Unregelmäßigkeiten im Alltag ihrer Nutzer, regt zur Selbstreflexion an und informiert Betroffene über die Krankheit selbst. Zusätzlich werden sogenannte „Buddies“ in schwierigen Phasen dazu angeregt, die erkrankte Person zu kontaktieren.

Was waren die bislang größten Hürden?

Wie bei vielen jungen Start-ups ist auch meemo-tec auf der Suche nach Investoren. Bisher finanzierte sich das Team mithilfe des Mentoring-Programms des Science Park Graz.

Fehler, die die Gründer nicht mehr machen würden

Anfangs hat man sich zu sehr auf die Produktentwicklung selbst konzentriert und Gedanken zur finanziellen Umsetzung vernachlässigt. Rückblickend war das ungeschickt, meint das Team.

Das schönste Erlebnis

Der Zuspruch von zwei bipolar erkrankten Freunden war großartig. Schön war auch der Moment, in dem klar wurde, dass die App tatsächlich entwickelt werden kann. Das Team hatte sich vorab mit medizinischen Experten beraten. Als dann die Bestätigung der MedUni Graz kam, war die Erleichterung groß!

Was ist das nächste Ziel?

Erstens: die Fertigstellung einer ersten Version der BiP-App. Zweitens: die volle Inbetriebnahme des ersten Produkts von meemo-tec, der Aufklärungsplattform „Bipolar-Academy“. Es bleibt spannend!

Kontakt

Christian Pendl
Stremayrgasse 16
8010 Graz
office@meemo-tec.com

www.bipolar-academy.com

 

Der Start-up-Steckbrief ist eine Kooperation mit I2B Businessplan Wettbewerb.

AnmeldenAnmelden
DiePresse.com