Studie: Innovative Gründer bei Förderungen benachteiligt
05.07.2012 | 12:30 | (DiePresse.com)
Die heimische Förderlandschaft ist stark ausgeprägt, ergibt eine Untersuchung der WU Wien. Leider geht aber häufig Quantität vor Qualität.
Bund und Länder fördern Gründungsprojekte hierzulande jährlich mit mehr als 100 Millionen Euro. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ergibt sich daraus eine ähnlich großzügige Förderlandschaft wie beispielsweise in Schweden. Das ist eine der Erkenntnisse des Forschungsprojekts „Understanding Entrepreneurship Policy in Europe“ der WU Wien. Kehrseite der Medaille: Die heimische Subventionspolitik benachteiligt besonders innovative Start-ups.
„Man darf Gründungen nicht einfach nur zählen. Im internationalen Wettbewerb geht es nicht darum, wie viele Gründungen eine Volkswirtschaft hervorbringt, sondern welche“, erklärt Matthias Fink vom Institut für KMU-Management, der das Projekt gemeinsam mit Institutsleiter Dietmar Rößl betreut hat. Die Förderungen würden sich auf spätere Gründungsphasen und auf wenig riskante Instrumente konzentrieren. Es „werden konservative gegenüber innovativen Gründungen begünstigt“, so Fink.
In der Vielfalt der heimischen Förder-Iniativen sehen die Forscher dagegen kein Problem. Hier gebe es eine gute Passung zwischen bunter Gründer- und vielfältiger Förderlandschaft. Dementsprechend fordern sie auch keine zentrale Förder- oder Vergabestelle, sondern lediglich eine möglichst klare Orientierung.
(red)












