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Technikum Wien Praktiker Hoersaal

FH Technikum Wien: Praktiker im Hörsaal

18.06.2012 | 12:02 |  Nikolaus Koller (Die Presse)

In der "Presse"-Ringvorlesung „Berufseinstieg und Karriere“ sprachen Experten vor Studierenden über die richtige Bewerbung, Gehaltsfrage, Arbeitsrecht und vieles mehr.

Medizintechniker brauchen sich keine Sorgen um ihren Berufseinstieg zu machen – das war der Tenor der verschiedenen Experten, welche Gastvorträge im Rahmen der „Presse“-Ringvorlesung „Berufseinstieg und Karriere“ hielten. Diese fand im letzten Semester im Rahmen des Masterstudiengangs Gesundheits- und Rehabilitationstechnik an der FH Technikum Wien (FHTW) erstmals statt. Dennoch sollten junge Absolventen unter anderem diese Empfehlungen beachten, wie die Gastreferenten betonten:

Dynamisches Umfeld. Wer eine ruhige Kugel schieben möchte, der ist falsch: Die Branche ist in Bewegung – ebenso sind es die Karrieren in ihr.

Sorgfalt bei Bewerbungen.
Rechtschreibfehler, fehlende Unterlagen oder zu wenig Recherche vor dem Jobinterview: Auch wer am Arbeitsmarkt gefragt ist, wird nur dann genommen, wenn seine Bewerbung einen professionellen Eindruck hinterlässt.

Technik allein ist zu wenig. Fachkarrieren sind im Kommen, aber noch nicht weitverbreitet. Die besten Chancen haben daher jene Medizintechniker, welche ihr technisches Know-how in betriebswirtschaftliche Erfolge umsetzen können.

Geld zählt nicht. Die Branche zahlt den Einsteigern sehr gut – sie zählen mit bis zu 35.000 Euro Jahressalär zu den Spitzenverdienern unter den Einsteigern. Den Job nur wegen des Geldes zu machen, davon ist aber abzuraten. Ebenso gibt es – ob der starren Gehaltsbänder – zu Karrierebeginn kaum Verhandlungsspielraum. Dieser spielt erst später im Berufsleben eine Rolle. 

Zeit lassen bei Verträgen. Knebelverträge werden Techniker kaum finden, dennoch zahlt es sich auch für Medizintechniker aus, den Arbeitsvertrag genau zu lesen. Unter Druck sollte nichts entschieden werden: Lieber über den Vertrag eine Nacht schlafen oder ihn auch nochmals prüfen lassen, bevor er (zu) hastig unterschrieben wird.

„Presse“-Ringvorlesung

Acht Einheiten umfasste die „Presse“-Ringvorlesung „Berufseinstieg und Karriere“ an der FHTW: Der Bogen spannte sich von Einheiten rund um die richtige Bewerbung über Empfehlungen zu Gehaltsfragen, Social Media und Arbeitsrecht. Darüber hinaus standen ein Kamingespräch mit HR-Experten von Medizintechnikunternehmen sowie ein Bewerbungsworkshop auf dem Programm der Ringvorlesung.

Im Schnitt zogen die Referenten 60 Studierende – ein Großteil von ihnen kam freiwillig – Dienstagabend in den Hörsaal. Die folgenden Experten konnten für das Pilotprojekt gewonnen werden: Michael Baumann (Amrop Jenewein), Mark Day (Johnson & Johnson), Petra Heidler (St. Jude's Medical), Conrad Pramböck (Pedersen & Partner), Elisabeth Schenkel (CHSH – Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati), Roland Uccusic (Otto Bock) sowie Matthias Wolf („Die Presse“).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2012)

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