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Trainee Convention Stolpersteine vermeiden

Trainee Convention: Stolpersteine und wie man sie vermeiden kann

11.06.2012 | 11:54 |  Nikolaus Koller (Die Presse)

„Über Stock und Stein in Richtung Karriere“: Wer hinaufkommen will, muss Leistung zeigen. „Raubbau“ dürfe dafür aber keiner betrieben werden. Coaches und Mentoren können helfen – genauso wie den Blackberry einmal abzuschalten.

Steinig kann der Karriereweg sein: Dieser Tatsache waren sich auch die Organisatoren der diesjährigen Trainee Convention, die letzte Woche im Haus der Industrie stattfand, bewusst und gaben „Über Stock und Stein in Richtung Karriere – 1000 Wege zum Erfolg“ als Thema aus. Dazu diskutierte im Verlauf des Tages – an dem unter anderem auch Etikette-Papst Thomas Schäfer-Elmayer sowie Andrea Schörghofer, Geschäftsführerin von Personal Profile Consulting, Empfehlungen über die Vermeidung von Karrierestolpersteinen gaben – eine Runde an (Nachwuchs-)Führungskräften:

Einig war man sich am Podium schnell darüber, dass Leistung der beste Karrieremotor sei. Natürlich habe er sehr viel arbeiten müssen, um dorthin zu kommen, wo er jetzt sei, bekräftigte beispielsweise Georg Pölzl, (1. Reihe, 2. P. v. l.) Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Österreichischen Post AG. Nur durch Leistung könne man auch während eines Traineeprogramms auf sich aufmerksam machen und sich in eine gute Position für den nächsten Karriereschritt bringen, ergänzte auch Mariana Kühnel (1. Reihe, 4. P. v. l.). Die ehemalige IV-Trainee arbeitet nun als Büroleiterin von Andreas Treichl, dem  CEO der Erste Group Bank.


Coaching und Mentoren

Nur zu warten, gefunden zu werden, das sei zu wenig, betonte auch Charlotte Eblinger (1. Reihe, 3. P. v. l.), Geschäftsführerin des Personal- und Managementberaters Eblinger & Partner. Die anwesenden Trainees müssten ihre Karriere selbst in die Hand nehmen, betonte die HR-Expertin. Unterstützung zum „Stein der Weisen“ könnten Coaches und vor allem auch Mentoren bringen, wie Evelin Mayr (1. Reihe, 1. P. v. l.), Personaldirektorin und Mitglied der Geschäftsführung von HP Österreich, betonte. Diese könnten nicht nur im, sondern auch außerhalb des Unternehmens zu finden sein, sagte Mayr, die selbst gerade ein Mentoringprogramm speziell für Frauen initiiert. 


Karrierethemen für die etwa 80 Trainees – diese wurden vorher in einem World Café erarbeitet – waren auch mögliche „Stolpersteine“ im Berufsleben. Einig waren sich alle vier Diskutanten bei der Trainee Convention, die von Traineenet, einem Netzwerk von Trainees, organisiert worden war, dass Talente am Karrierepfad nicht darüber stolpern dürften, zu großen „Raubbau“ an sich selbst zu betreiben. Es sei die Aufgabe jedes Einzelnen, zu spüren, wie sehr man sich einbringen dürfe, ohne danach in ein Burn-out zu fallen.


Weiters sollten sie jedenfalls nur bei jenen Unternehmen anheuern, mit deren Kultur sie sich identifizieren können. Einen Eindruck darüber könnte man sich beim Bewerbungsgespräch oder auch über Arbeitgeberbewertungsplattformen  verschaffen. Auch der richtige Umgang mit Blackberrys solle gelernt werden. Die Nachwuchskräfte sollten ein Gespür entwickeln, wann es notwendig sei, erreichbar zu sein. Dazu gehöre auch, das Smartphone auch einmal bewusst abzuschalten.

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