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Lesbian Diversity

Gay & Lesbian Diversity

27.10.2011 | 12:13 |  Andrea Lehky (DiePresse.com)

Unternehmenspreis „Meritus 2011“ vergeben: Ermutigung zum Coming-out am Arbeitsplatz

Fast die Hälfte aller schwulen Männer und lesbischen Frauen wagen nicht, sich am Arbeitsplatz zu ihrer Homosexualität zu bekennen, schildert Markus Knopp, Präsident der Austrian Gay Professionals. Die Folgen sind Produktivitätsverlust und Unzufriedenheit. Unter diesem Hintergrund ist der „Meritus 2011“ zu verstehen, der an Unternehmen mit herausragenden Diversity-Konzepten in der Dimension "sexuelle Orientierung" vergeben wird.

Der Preis in der Kategorie Großunternehmen wurde von Arbeitsmarktminister Rudolf Hundstorfer, der Wiener Gemeinderätin Nurten Yilmaz und der WKO-Vizepräsidentin Martha Schultz gleichrangig an die Bank Austria und an TNT Express überreicht. Erstere hat als Teil der Unicredit Group ihr Commitment zur Gleichstellung auf europäischer Vorstandsebene ebenso wie auf der heimischen Geschäftsleitungsebene verankert. Daneben treibt sie die branchenweite Bewusstseinsbildung mit internen Aktivitäten und externen Community-Projekten voran.

Der Express- und Logistik-Dienstleister TNT erhielt den „Meritus 2011“ ex aequo für sein Pride-Netzwerk, seinen GLBT-Beauftragten und die intensive Auseinandersetzung mit CSR-Themen.

In der Kategorie Klein- und Mittelbetriebe wurde der Verein „Eltern für Kinder Österreich“ ausgezeichnet. Ein Teil seiner Mitarbeiter sind homosexuelle Pflegeeltern. Außerdem werden strukturelle Tools wie eine personenzentrierte Gruppe für schwul-lesbische Pflegeeltern eingesetzt.

Eva Götz, Präsidentin der Queer Business Women, wünschte sich bis zur nächsten „Meritus“ Verleihung 2013 „ein Klima, das mehr Menschen erlaubt, ihr Coming-out im beruflichen Umfeld zu wagen. Erst dann kann jeder frei, akzeptiert und gleichwertig sein Bestes geben.“

 

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