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Nachwuchs - je früher, desto besser?

17.06.2011 | 10:13 |  Johanna Zugmann (Die Presse)

Vereinbarkeit Familie und Karriere beginnt an Unis und Hochschulen.

Auf die Frauen kommt's an. Das hört man überall. Demografische Entwicklung und gesellschaftlicher Fortschritt sind wichtige Triebkräfte für eine frauenfreundliche Zukunft. Frauen werden als Fachkräfte gebraucht, als Führungskräfte, als CEOs, als Aufsichtsrätinnen, als Politikerinnen und nicht zuletzt als Konsumentinnen.

Nach einer Untersuchung der Boston Consulting Group repräsentieren Frauen den größten „Zukunftsmarkt“ überhaupt. Da können sogar China und Indien einpacken. Der Tatsache, dass Frauen im Wirtschaftsleben immer wichtiger werden, stehen freilich noch einige Karrierehürden entgegen. Zum Beispiel die Lösung der Vereinbarkeitsthematik. Denn gerade für Frauen in Topjobs heißt es mit Blick auf den Kinderwunsch nach wie vor: entweder oder. Und nicht: sowohl als auch.

Dass die Politik nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Kind, sondern auch von Studium und Kind fördert, ist ein richtiges Signal. Denn mit der Lösung der Vereinbarkeitsproblematik kann man nicht früh genug anfangen.

Das eröffnet auch neue Karrieremodelle für Frauen. Warum sich nicht den Kinderwunsch schon während des Studiums erfüllen, wenn die Rahmenbedingungen dafür stimmen? Statt immer alles auf „später“ verschieben zu müssen, während die biologische Uhr immer lauter tickt? Zumindest für einen Teil der jungen karriereorientierten Frauen eröffnet das neue Zukunftsperspektiven. Und sichert uns die Topfrauen, die die Wirtschaft herbeisehnt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2011)

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