Verpassen Sie den Absprung im Job?
17.06.2011 | 10:02 | Nikolaus Koller (DiePresse.com)
Der Arbeitsmarkt zieht an: Aber „Hüpfer“ springen nur ins Leere.
Zu welchem Zeitpunkt sollten Karrieristen von einem Job zum nächsten springen? Die Frage bewegt einige Leser, da mehr Stellen ausgeschrieben sind. Die Angst geht um, im Aufwind den Absprung auf dem Karrieretrampolin zu verpassen. So sehr sich mancher Leser schon auf Höhenflüge freut: Die Zeit der Jobhopper ist vorbei.
War es früher unter Karrieristen en vogue, alle zwei bis drei Jahre zum nächsten Job und möglichst eine Etage hinauf zu springen, sollte man sich den Karriere(ab)sprung heute besser zwei Mal überlegen. Unternehmen suchen nach der Krise verstärkt Stabilität – und auch stabile Mitarbeiter, berichten Personalberater. Diese werden bei Einstellungsgesprächen bevorzugt.
Wer mit seinem CV den Eindruck eines „Hüpfers“ vermittelt, dessen Sprung wird ziemlich schnell enden: hart auf dem Boden der Realität. Natürlich: Wer die Freude an seinem Job verloren hat oder ein Angebot erhalten hat, das er nicht abschlagen kann, der sollte jedenfalls den Absprung wagen.
Ob der positiven Arbeitsmarktlage zahlt es sich auch aus, seine Sprungkraft immer wieder zu trainieren – sprich: seine Marktchancen auszuloten. Doch wer nur schnell von Job zu Job hüpft, um rascher Höhenluft zu schnuppern, wird bald ins Leere springen. Also besser weniger oft auf das Karrieretrampolin steigen, um dann aber mit einem Satz höher hinauf zu gelangen.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2011)












