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Bild: Pixabay 

Umgehen mit Scheitern und Niederlagen

26.10.2017 | 07:00 |   (DiePresse.com)

Kolumne "Hirt on Management". Folge 58. Was tun, wenn es in die Hose geht?

In unserer Rubrik „Hirt on Management“ beantwortet Michael Hirt, Managementexperte und -berater, Executive Coach und Keynote Speaker alle zwei Wochen Fragen von Managern zu herausfordernden Situationen und kritischen Entscheidungen.

Frage:

Wie gehen Sie mit Scheitern und Niederlagen um?

Michael Hirt antwortet:

Auch (oder gerade) wer in seinem Leben das Beste gibt und sich bemüht, in allen Lebensbereichen Besonderes zu leisten, wird unweigerlich auch mit Scheitern und Rückschlägen in geschäftlichen und privaten Angelegenheiten konfrontiert sein.

Die Welt ist ein komplizierter und unvorhersehbarer Platz und wir selber sind unfertige, fehlerhafte, Geschöpfe, das liegt in der Natur der Sache. Jede menschliche Anstrengung ist mit Scheitern und Rückschlägen verbunden, das lässt sich einfach nicht verhindern.

Eine mit viel Begeisterung angebahnte Geschäftspartnerschaft muss, nach dem sich herausgestellt hat, dass die Partner doch nicht miteinander arbeiten können, umständlich und mit hohen Kosten wieder aufgelöst werden. Eine teure Marketingkampagne bringt nicht die erwarteten Umsatzsteigerungen, sondern war der sprichwörtliche „Schuss in den Ofen“. Ein teuer „eingekaufter“ Vertriebsmitarbeiter stellt sich als Blender heraus und ist alles andere, als der Rainmaker zu dem er sich stilisiert hat.

Erfolgreiche Unternehmensführung besteht auch darin, in einem permanenten Weiterentwicklungs- und Verbesserungsprozess, kontrollierte Risiken einzugehen und aus Rückschlägen zu lernen.

Nach einer ersten, hoffentlich möglichst kurzen, Phase des Selbstmitleids, der Verzweiflung und Welt- und ggf. Gottesbeschuldigung sollten wir in solchen Situationen, schnell auf den Boden der Realität zurückkehren und uns nüchtern überlegen, was wir tun können.

Eine der wenigen Gewissheiten auf diesem Planeten ist, dass unser Aufenthalt auf ihm zeitlich begrenzt ist. Um die Zeit dieses Aufenthalts gut zu nutzen, bleibt uns also nach Niederlagen gar nichts anderes übrig, als wieder auf zu stehen, uns das Blut, den Schweiß und den Rotz vom Gesicht zu wischen, aus dem Fehler zu lernen und den Kampf fort zu setzen.

Am Boden liegen bleiben und den Rest seiner Lebenszeit mit Selbstmitleid und Schuldzuweisungen zu verschwenden, ist einfach keine Alternative.

„Shoot for the moon. If you miss it, you will end up with the stars.“

Das Wichtigste in Kürze

Eine der wenigen Gewissheiten auf diesem Planeten ist, dass unser Aufenthalt auf ihm zeitlich begrenzt ist. Um die Zeit dieses Aufenthalts gut zu nutzen, bleibt uns also nach Niederlagen gar nichts anderes übrig, als wieder auf zu stehen, uns das Blut, den Schweiß und den Rotz vom Gesicht zu wischen, aus dem Fehler zu lernen und den Kampf fort zu setzen. Am Boden liegen bleiben und den Rest seiner Lebenszeit mit Selbstmitleid und Schuldzuweisungen zu verschwenden, ist einfach keine Alternative.

 

In „Hirt on Management“ beantwortet Michael Hirt, Managementexperte und -berater, Executive Coach, Keynote Speaker und Buchautor alle 2 Wochen Fragen von ManagerInnen zu herausfordernden Situationen und kritischen Managemententscheidungen.

Schicken Sie Ihre Fragen an Michael Hirt an: karrierenews@diepresse.com

Die Fragen werden anonymisiert beantwortet.

Ausblick: Die nächste Kolumne von Michael Hirt erscheint am 9. November 2017 zur Frage: Burnout vermeiden. Was Sie wirklich tun können, jenseits gutgemeinter, aber naiver Ratschläge.

Hier finden Sie die gesammelten Kolumnen.

Dr. Michael Hirt, geboren 1965 in Wien, ist Managementexperte und -berater, Executive Coach, Keynote Speaker und Buchautor. Hirt verhilft Führungskräften zu schnellen Leistungs- und Ergebnissteigerungen, mit hoher Auswirkung auf den Erfolg ihres Unternehmens. Er studierte in Österreich, Kanada (McGill) und Frankreich (INSEAD MBA) und ist weltweit tätig.

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