Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentieren Artikel senden Senden
Bild: Pixabay 

Wie man ein Assessment Center überlebt (12/14)

09.11.2017 | 05:00 |  Andrea Lehky (DiePresse.com)

Serie. Heute: Psychometrische Tests und wie man sie knackt.

5, 15, 17, 7, 21, 23 – wie lautet die nächste Zahl?

Hier haben Sie eine Zahlenreihe vor sich, eine Untergruppe der kognitiven Leistungstests. Mit denen will man Ihre rechnerische Intelligenz mess- und vergleichbar machen.

Wenn Sie das Zahlenmuster nicht auf den ersten Blick erkennen, gehen Sie es strukturiert an: Ist die Folgezahl größer als die vorhergehende? Dann muss der Schlüssel eine Addition oder Multiplikation sein (ist sie kleiner, eine Subtraktion oder Division). Arbeiten Sie nach dem Ausschlussverfahren weiter. Kommen Sie auf keinen grünen Zweig, beziehen Sie die nächste Zahl mit ein (Lösung hier:13).

Bei den ebenfalls beliebten Sprachanalogien (z.B. Buch : Autor = Schwert : …. ) formulieren Sie die Beziehung des Begriffspaares zueinander: Das Buch wird vom Autor geschaffen, das Schwert daher vom (Lösung:) Schmied.

Sie wollen gleich weiterüben? 100 weitere Beispiele für solche psychometrischen Tests zum Tüfteln, Grübeln und manchmal auch zum Schmunzeln finden Sie hier.

Wichtiger Tipp: Achten Sie immer auf die Zeit. „Falsch gelöst“ wird genauso bewertet wie „nicht bearbeitet“. Wenn Sie also merken, dass Sie in der vorgegebenen Zeit nicht fertig werden, bearbeiten Sie ohne langes Nachdenken so viele Aufgaben wie möglich. Dann haben Sie immer noch die Chance auf ein paar Zufallstreffer.

Die zweite große Gruppe sind die Persönlichkeitstests. Vielleicht haben Sie einen solchen schon in einer früheren Bewerbungsphase gemacht. Zwei Tests sind besonders verbreitet.

  • Der bekannteste heißt „Big-Five“. Hier beantworten Sie Fragen zu den Dimensionen Neurotizismus (als Gegenstück zu Belastbarkeit), Extra/Introversion, Offenheit/Unbeweglichkeit, Verträglichkeit/Streitlust und Gewissenhaftigkeit/Nachlässigkeit.
  • Sehr beliebt ist auch das „BIP“ (Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung). Hier will man berufliche Orientierung, Arbeitsverhalten, soziale Kompetenzen und psychische Konstitution erfragen.

Für alle Persönlichkeitstests gilt: Nicht schummeln. Es sind Kontrollfragen eingebaut, die Sie zwangsläufig als Blender enttarnen. Besser ist ehrlich sein und etwas Neues über sich selbst erfahren. Fragen Sie nach dem Testergebnis – es ist immer aufschlussreich!

Morgen: Warum Postkörbe noch lange nicht out-of-time sind.

 

Unsere Serie ist an das Standardwerk Assessment Center erfolgreich bestehen von Johannes Stärk angelehnt. Jeden Werktag stellen wir einen Aufgabenblock vor. Und natürlich, wie man ihn knackt.

AnmeldenAnmelden
DiePresse.com