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Wie man ein Assessment Center überlebt (3/14)

25.10.2017 | 05:00 |  Andrea Lehky (DiePresse.com)

Serie. „Stellen Sie sich kurz vor.“ Dieser Klassiker kommt in jedem AC vor. Wie loben Sie sich aus, ohne überheblich zu wirken?

Die Selbstvorstellung können Sie wunderbar daheim vor dem Spiegel üben (manche schreien sich dabei sogar an). Das Ziel: Selbstbewusst, aber nicht arrogant zu wirken. Und immer Augenkontakt zu den Juroren halten!

Zwei Themen müssen Sie inhaltlich abdecken:

  • was Sie für die Stelle mitbringen und
  • warum Sie sie anstreben.

Falsch wäre es, chronologisch den eigenen Lebenslauf herunterzubeten. Richtig ist, mit der aktuellen Stelle zu beginnen („derzeit verantworte ich...“) und einige wenige Positionen zu streifen , die für die künftige Stelle relevant sind. Verwenden Sie dabei immer aktive Verben („ich entschied mich“, „ich übernahm“).

Ihre Stärken stellen Sie nach dem P-A-R-Prinzip dar: Problem – Aktion – Resultat ("wir standen vor folgender Herausforderung - wir ergriffen diese Maßnahmen - Wir lösten damit das Problem")

Am Ende fassen Sie Ihre persönlichen Vorzüge und Ihre Motivation noch einmal zusammen. Dann bedanken Sie sich ("Danke sehr"), bleiben noch eine Sekunde stehen, unterbrechen erst dann den Augenkontakt und gegen gemessenen Schrittes ab.

An dieser Stelle ein Wort zur Jury. Sie besteht aus:

  • dem Veranstalter (z.B. dem Personalchef),
  • einem Moderator (der die Aufgaben erläutert),
  • mehreren Beobachtern (den Juroren),
  • Rollenspielern für die Übungen (manchmal echte Schauspieler),
  • Gegenkandidaten und
  • gelegentlich Meta-Beobachter, die sich nur für den Ablauf des AC interessieren.

Stellen Sie sich seelisch auf diesen Personenkreis ein!

Freitag: „Lösen Sie diese Aufgabe und präsentieren Sie uns das Ergebnis“

Unsere neue Serie ist an das Standardwerk „Assessment Center erfolgreich bestehen“ des AC-Spezialisten Johannes Stärk angelehnt. Jeden Werktag stellen wir einen Aufgabenblock vor. Und natürlich auch, wie man ihn knackt.

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