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Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry) 

Schuld sind die anderen

13.10.2017 | 12:35 |  von Michael Köttritsch (Die Presse)

Sprechblase Nr. 208. Warum die „finale Rückmeldung“ jedenfalls nervt.

Die Politik hat es vergleichsweise leicht mit der – Achtung Sprechblase – „finalen Rückmeldung“. Alle paar Jahre, spätestens am Ende der Legislaturperiode, erhält sie die finale Rückmeldung in Form der Wahl.

Im Business hingegen ist es oft schwierig, die finale Rückmeldung zu bekommen. Das hat mit der Entscheidungsunlust, um nicht zu sagen, Entscheidungsangst vieler Führungskräfte zu tun. Die im Übrigen ihrerseits auf die finale Rückmeldung ihrer Berater warten müssen. Das hat aber auch damit zu tun, dass der Hinweis, auf die finale Rückmeldung zu warten, in vielen Fällen ganz einfach eine (Not-)Lüge ist: Weil die zuständige Instanz noch nicht einmal um die finale Rückmeldung gebeten wurde.

Einerlei. Schuld, dass nichts so funktioniert, wie es könnte oder sollte, sind jedenfalls die anderen. Und da ähneln einander Politik und Business plötzlich wieder.


[NWMC3]

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.


[NQEAP]

(Print-Ausgabe, 14.10.2017)

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