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Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry) 

Wir brauchen ein Gütesiegel!

29.09.2017 | 09:00 |  Michael Köttritsch (Die Presse)

Sprechblase Nr. 206. Warum „führend“ ganz schön irreführend ist.

Jobsuchende sind noch ärmer dran als Kunden im Supermarkt. Die können wenigstens nachsehen, ob das gewählte Produkt ein Gütesiegel führt. Wobei das mitunter verwirrend ist angesichts der Siegel für Bio, Öko, Vegetarisch, Vegan und Zu-Tode-gestreichelt.

Bei Jobinseraten fehlt so etwas. Unternehmen machen es sich leicht und bezeichnen sich als super, sprich erstens „innovativ“ und zweitens – Achtung Sprechblase – „führend“. Die Plattform LinkedIn hat sogar nachgezählt. Doch kaum ein Unternehmen verrät, worin es führend ist: in Forschung? Angebot? Ab-/Umsatz? Mitarbeiter-Behandlung? Wie es aussieht, brauchen wir dringend ein „Führend“-Gütesiegel!

Solange es das nicht gibt, sagen wir: Die Kolumne „Sprechblase“ ist (feder-)führend, Worthülsen des Managementsprechs aufs Korn zu nehmen. Beweise einer, dass das nicht stimmt.

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.


[NQEAP]

(Print-Ausgabe, 30.09.2017)

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