Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentieren Artikel senden Senden
Bild: Pixabay 

Das alles ist neu im Studienjahr 2017/18

25.09.2017 | 10:04 |  APA/red. (APA)

Erhöhte Beihilfen, längere Semester und veränderte Matrikelnummern: Es gibt einige Neuerungen für Studenten an Unis, FHs und PHs.

Das neue Studienjahr an den österreichischen Hochschulen bringt unter anderem höhere Studienbeihilfen, neue Matrikelnummern sowie neue Studien für sogenannte Quereinsteiger in den Lehrberuf. Studieren ohne Matura wird leichter gemacht und das Studienjahr wird anders eingeteilt.

Mehr Beihilfe für mehr Studenten

Die "normale" Höchststudienbeihilfe steigt ab dem neuen Studienjahr von monatlich 475 auf 560 Euro. Der erhöhte Satz für Vollwaisen, Verheiratete, Studenten mit Kind sowie nicht am Studienort Wohnende wird außerdem von monatlich 680 auf 801 Euro erhöht. Darüber hinaus fallen auch Studenten über 24 Jahre neu in die Gruppe mit erhöhter Beihilfe.

Ältere Studierende dürfen sich freuen: Für Studenten ab 27 Jahren erhöht sich der monatliche Zuschlag von 30 Euro auf 40 Euro, außerdem gibt es einen neuen Zuschlag von monatlich 20 Euro für Studenten bereits ab 24 Jahren. Zusätzlich wird es mehr Bezieher von Beihilfe geben, abhängig vom Einkommen der Eltern: Die Zahl soll von etwa 40.000 auf 50.000 erhöht werden.

Studien für Quereinsteiger

Quereinstieg in den Lehrberuf an PHs und Unis: Wer ein fachlich in Frage kommendes Studium abgeschlossen hat und mindestens 3.000 Stunden Berufspraxis vorweisen kann, kann durch ein neues Masterstudium ein Unterrichtsfach eines Lehramtsstudium absolvieren. So soll ein Quereinstieg in den Lehrerberuf erleichtert werden. Die ersten Hochschulen starten ihre Angebote im Sommersemester 2018, Eignungsprüfungen finden schon in diesem Wintersemester statt.

Längere Semester

Apropos Semester: Das Studienjahr besteht künftig nur noch aus den Semestern, die Ferien werden in diese integriert. Neu gestaltet wird auch die Studienberechtigungsprüfung: Mit ihr kann man für eine bestimmte Studienrichtungsgruppe ohne Ablegen der Matura zugelassen werden. Das beschränkt sich allerdings auf die Studienrichtungen, die in dieser Gruppe aufgelistet sind. Ab sofort wird die Zahl der Studienrichtungsgruppen von 16 auf zehn reduziert. Außerdem dürfen Fachhochschulen (FH) die Prüfung selbst durchführen.

Neue Matrikelnummern

Auch die Matrikelnummern werden anders aussehen: Sie bekommen acht- statt wie bisher siebenstellige Nummern. Bisher begannen diese mit dem Jahr der Einschreibung, jetzt kommt es auf die Hochschule an: Uni-Studenten sind an einer eins, zwei oder drei am Anfang erkennbar, Studenten einer Pädagogischen Hochschule (PH) an einer vier. FH und Privatunis sollen bis 2020 eingebunden werden. Die Matrikelnummern der bereits inskribierten Studenten wurden schon im vergangenen Sommersemester umgestellt (mit einer Null am Anfang).

Der Kampf gegen zwielichtige Anträge

Umgekehrt können Studenten künftig vom Studium ausgeschlossen werden, wenn sie andere gefährden. Die Details dazu müssen die Unis in ihren Satzungen festlegen. Zwielichtige Zulassungsanträge sollen künftig mit einer Kaution unterbunden werden: Bei Zweifel an der Echtheit von Urkunden kann das Rektorat zur Bezahlung eines Sachverständigen eine Kaution von bis zu 500 Euro einheben. Damit soll das Geschäftsmodell von Agenturen, die eine Vielzahl von Zulassungsanträgen mit zweifelhaften Urkunden einbringen, unterbunden werden, hieß es aus dem Wissenschaftsministerium. Sollte sich herausstellen, dass die Urkunden echt und richtig sind, wird die Kaution rückerstattet.

(APA/red.)

AnmeldenAnmelden
DiePresse.com