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Böse Bewerbungsfragen: "Wann endet Kundenorientierung bei Ihnen?"

20.09.2017 | 09:25 |  Cornelia Holzbauer (DiePresse.com)

Serie, Teil 8. Wir klären jeden Werktag die Antwort auf eine Frage, die im Vorstellungsgespräch ziemlich heikel sein kann.

Diese Frage geht in die gleiche Richtung wie "Wann sind Sie nicht mehr motiviert?", "Wie hart können Sie wirklich arbeiten?". Sie impliziert, dass Menschen keine Maschinen sind und irgendwann ihre Grenzen erreicht haben. Gleichzeitig will ein Recruiter damit auch herausfinden, ob Sie Prioritäten setzen können. Der bekannte Spruch "Der Kunde ist König" stimmt eben nur bedingt.

Der Personaler fragt: "Wann endet Kundenorientierung bei Ihnen?"

Beste Antwort: "Dann, wenn die Wünsche des Kunden einen Schaden für das Unternehmen darstellen würden, beispielsweise wenn man sich strafbar machen würde."

"Die Presse"-Personalchef Thomas Remes erklärt: Diese Antwort ist gut, da sie in die Extreme geht. Damit sagen Sie auch implizit, dass Ihre Kundenorientierung riesig ist. Sie endet eben nur dann, wenn die Wünsche des Kunden für Sie unmöglich zu erfüllen sind.

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