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Bild: Pixabay 

Unternehmenskultur: "Vertrau mir, ich bleibe"

12.09.2017 | 15:30 |  Cornelia Holzbauer (DiePresse.com)

Unternehmen mit einer Vertrauenskultur schaffen es, ihre Mitarbeiter langfristig zu binden.

Wer sich mit der eigenen Firma verbunden fühlt, bleibt auch bei ihr. Das ist eins der Ergebnisse einer neuen Studie. Das Great Place to Work-Institut hat "Österreichs Beste Arbeitgeber 2017" ausgezeichnet. Einer der Gründe für die Zufriedenheit der Mitarbeiter liegt ist die Vertrauenskultur in diesen Firmen.

Viel Vetrauen, viel Motivation zu bleiben

High Trust Loyalty ist das Stichwort, um vom Institut ausgezeichnete Unternehmen zu beschreiben. Damit ist gemeint, dass in diesen Firmen eine Vertrauenskultur herrscht, innerhalb derer die Mitarbeiter selbständige Entscheidungen treffen dürfen und nicht übermäßig kontrolliert werden. Doris Palz, Managing Director von Great Place to Work Österreich, beschreibt diese Kultur als eine "vorbildliche Arbeitsplatzkultur, die auf Vertrauen, Stolz und Teamgeist beruht".

80 Prozent der dort Angestellten sind gut an das Unternehmen gebunden und verspüren kein Bedürfnis, den Arbeitgeber zu wechseln. Ihnen gegenüber steht die Gruppe "Flight Risk". Sie umfasst abwanderungswillige und somit wenig loyale Mitarbeiter, die in solchen Unternehmen nur zehn Prozent ausmachen. Insgesamt etwa einer von 10 Mitarbeitern gehört außerdem zur Gruppe Presenteeism oder Not Attached. Erstere meint solche, die nur physisch präsent sind und keine Unternehmenskultur wahrnehmen. Die Nicht-Verbundenen fühlen sich zwar wohl, sind aber nicht Teil der vorherrschenden Kultur.

Bei den nicht ausgezeichneten Unternehmen sieht die Situation etwas anders aus: Dort fühlen sich nur etwa zwei Drittel stark mit dem Unternehmen verbunden. Fast 20 Prozent - doppelt so viele wie bei den Besten Arbeitgebern - denken sogar über einen Wechsel nach. Das zeigt, dass Unternehmen mit einer starken Vertrauenskultur ihre Mitarbeiter besser binden können.

Nicht mit dem Herzen dabei 

Bei den nicht ausgezeichneten Unternehmen sieht die Situation etwas anders aus: Dort fühlen sich nur etwa zwei Drittel stark mit dem Unternehmen verbunden. Fast 20 Prozent - doppelt so viele wie bei den Besten Arbeitgebern - denken sogar über einen Wechsel nach, gehören also zur Fluchtrisiko-Gruppe. Das zeigt, dass Unternehmen mit einer starken Vertrauenskultur ihre Mitarbeiter besser binden können.

Dort ist außerdem die Presenteeism-Gruppe mit acht Prozent größer. Weitere sieben Prozent gelten als nicht verbunden.

Insgesamt sind es im Durchschnitt folglich 34 Prozent, also gut ein Drittel der Belegschaft, die nicht optimal kulturell an das Unternehmen gebunden sind und somit nicht das Optimum zum Unternehmenserfolg beitragen.

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