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Bild: Pixabay 

Führungskräfte sind ausgelastet, aber glücklich

09.08.2017 | 14:57 |  Cornelia Holzbauer (DiePresse.com)

Österreichs Entscheidungsträger nehmen viel Arbeit mit nach Hause, fühlen sich aber dadurch auch produktiver, laut einer neuen Studie

Das Online-Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com hat kürzlich zusammen mit bene, WIFI und karriere.at eine groß angelegte Bürostudie beendet, in der besonders Österreichs leitende Kräfte unter die Lupe genommen wurden.

Allzeit bereit – auch außerhalb der Arbeitszeiten

Der klassische Nine-to-five-Job ist für die Mehrheit der Führungskräfte hierzulande eher ein Wunschtraum, glaubt man der Studie. So gaben 34 Prozent der Befragten in Führungspositionen an, schon vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn E-Mails zu lesen, mehr als 16 Prozent beantworten diese auch. Rund 17 Prozent führen außerdem schon berufliche Telefonate, bevor sie das Büro betreten haben. Auch nach dem Verlassen des Arbeitsplatzes am Abend wird wieder fleißig telefoniert und gemailt.

Hohe Auslastung der Führungskräfte

Etwa zwei Drittel der hochrangig Angestellten fühlen sich stark ausgelastet, während nur 58 Prozent der Österreicher ohne leitende Tätigkeit das von sich sagen. 29 Prozent der Führungskräfte beschreiben ihre Auslastung sogar als sehr hoch. Gleichzeitig schwingt bei der überwiegenden Mehrheit der Führungskräfte (rund 89 Prozent) das Gefühl mit, etwas Sinnvolles erreicht zu haben.

Die Vorfreude ist groß

Insgesamt knapp 42 Prozent der Führungskräfte gaben an, sich auf den Tag im Büro zu freuen, zehn Prozent sogar sehr. Demgegenüber stehen nur rund 31 Prozent der Befragten ohne leitende Funktion, die sich auf die Arbeit freuen oder sehr freuen.

Top-Arbeitsleistung

Höhere Position, höhere Zufriedenheit mit der eigenen Arbeitsleistung: Diesen Schluss kann man aus dem Studienergebnis ziehen, dass rund 36 Prozent der Führungskräfte sehr zufrieden mit der eigenen Produktivität sind, im Vergleich zu 31 Prozent der Arbeitnehmer ohne leitende Funktion. Auch Erfolgserlebnisse dürfen Manager häufiger verbuchen, zwei Drittel haben jeden Tag mindestens eines davon.

Insgesamt sind Österreichs Leader also ausgelastet, dabei aber auch produktiv und glücklich.

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