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Bild: Pixabay 

Vom traditionellen Büro zum digitalen Arbeitsplatz

24.07.2017 | 15:20 |  Elisabeth Stuppnig (DiePresse.com)

Roboter als Kollegen, Arbeiten mit Bots. Viele Unternehmen sehen Chancen darin, auf digitale Arbeitsplätze umzusatteln. Wäre da nicht das Problem der Umsetzung.

Über kurz oder lang wird der digitale Arbeitsplatz das traditionelle Büro ablösen. Diese und viele weitere Erkenntnisse liefert der „Digital Workplace Report 2017“ für den Dimension Data 800 Unternehmen weltweit befragte.

40 Prozent der Unternehmer sehen in der Transformation zum digitalen Arbeitsplatz die Chance, Geschäftsprozesse zu verbessern und sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Mitarbeiter, die zum Teil bereits in Voll- oder Teilzeitmodellen von zu Hause aus arbeiten, sollen dank digitaler Arbeitsplätze entlastet werden und die Möglichkeit bekommen, produktiver und flexibler zu arbeiten.

Der Roboter als Kollege

62 Prozent der Studienteilnehmer sind überzeugt, dass in den nächsten zwei Jahren virtuelle Berater rekrutiert werden müssen, um Mitarbeiter von Basisarbeiten zu erlösen. Virtuelle Mitarbeiter, das sind Mitarbeiter, die von zu Hause aus mit neuen Technologien am Arbeitsplatz teilnehmen, sowie „Künstliche Intelligenzen“, die beispielsweise als „Bots“ Fragen und Anliegen der Kunden beantworten.

Das Kundenservice könnte nicht nur mit virtuellen Mitarbeitern, sondern auch dank Analytics-Technologien auf Dauer verbessert werden. Schließlich helfen diese dabei, Kundendaten schneller und effektiver auszuwerten. 64 Prozent der Unternehmer geben an, diese Technologien bereits zu nutzen.

Probleme bei der Umsetzung

Bis der digitale Arbeitsplatz tatsächlich das traditionelle Büro ablöst, kann es allerdings noch dauern. Jürgen Horak, CEO Dimension Data Austria, sagt, es brauche eine digitale Arbeitsplatzstrategie um „Vorteile des smarten Arbeitens, der künstlichen Intelligenz oder der Analytics-Technologien voll ausschöpfen zu können.“ Allerdings geben 60 Prozent der befragten Unternehmen an, noch keine Strategie zu besitzen.

Die Gründe hierfür liegen, laut Horak, unter anderem in der eigenen Unternehmensstruktur, die die Entwicklung neuer Arbeitsstile und Technologien hemme, anstatt zu fördern. Weiters seien IT- und organisatorische Problemfelder ausschlaggebend für die langsame Umsetzung. 

Eine Frage der Teamarbeit. Es müssen schließlich „alle im Unternehmen an Bord geholt, alte Strukturen hinterfragt und neue Prozesse geschaffen werden."

 

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