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Bild: Pixabay 

Immer dieser Stress!

11.07.2017 | 16:12 |  Elisabeth Stuppnig (DiePresse.com)

Marketagent.com hat untersucht, wie sich Stress auf die Arbeitsleistung auswirkt - mit überraschenden Ergebnissen

Ein bisschen Stress hat noch niemanden geschadet glauben Sie? Nicht ganz!

Alle Helikopter-Manager seien an dieser Stelle gewarnt: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter möglichst stressfrei durch ihren Arbeitstag gehen. Alles andere könnte sich negativ auf Ihr Unternehmen auswirken.

"Und, wie war's in der Arbeit?"

In der Umfrage von Marketagent.com, bene, karriere.at und dem WIFI, sind Mitarbeiter zwischen 20 und 65 gefragt worden, wie gestresst sie sich fühlen. Das Ziel des Online Markt- und Medienforschungsinstituts: Herauszufinden, wie sich der Stress am Ende des Tages auf die Arbeitsleistung auswirkt. 

Erste Frage: 'Denken Sie an Ihren gestrigen Arbeitstag. Wie gestresst waren Sie?'

Rund 29 Prozent der Österreicher beantworteten diese Frage mit "sehr bis eher gestresst". Als Gründe gaben Sie Zeitdruck (14,2 Prozent), unfreundliche oder nervige Kunden (7,2 Prozent), viele Telefonate (6,9 Prozent) oder den Druck an, alle Aufgaben gleichzeitig erledigen zu müssen (6,8 Pozent).

Überraschung, Überraschung

Das Problem ist "gleichzeitig erledigen". Denn, die Menge an Arbeit an sich ist kein Grund zu negativen Gefühlen - im Gegenteil! Die Studie ergibt: Eine hohe Arbeitsauslastung löst Glücksgefühle aus. Sie steigert sogar die Vorfreude auf den Arbeitsalltag.

So gab ein Großteil (85,7 Prozent) derer, die am Vortrag im Büro im Dauereinsatz waren, an, zufrieden mit sich zu sein. Fadisiert haben sich wohl jene mit geringem Arbeitspensum - Nur 6 von 10 von ihnen behaupteten, mit sich zufrieden zu sein.

Job adieu - Auf Stress kann oft der Abgang folgen

Ein hoher Workload wäre also fein, wäre da nicht der damit einhergehende Stress.

Ein Drittel aller Stressgeplagten gab an, sich gestört zu fühlen, wenn Aufgaben außerhalb ihres Arbeitsbereiches dazukommen. Mehr noch, 35, 2 Prozent von ihnen fühlten sich regelrecht verzweifelt. Ein Gefühl, das nur 7,3 Prozent der Stressverschonten nachvollziehen können.

Stressgeplagt, Stressverschont - Problematisch wird es für den Arbeitgeber dann, wenn Stress zu weiterführenden negativen Gedanken führt. Beinahe die Hälfte (46,4 Prozent) aller Stressgeplagten gab an, eine berufliche Veränderung anzustreben. 23,1 Prozent der Gestressten sagten, dass, ließen sie den gestrigen Arbeitstag Revue passieren, zumindest ein Mal der Gedanke aufkam, den Job hinzuschmeißen.

Gar so desaströs dachten dagegen nur 6 Prozent der Stressverschonten. 27,9 Prozent verspüren sogar ein Glücksgefühl, wenn sie das Büro verlassen. Die Stressgeplagten allerdings sind nach einem Arbeitstag müde und können nicht abschalten. Sie bemerken übrigens auch keine schönen neuen Blumen im Büro, ärgern sich öfter und stärker über Kleinigkeiten und fühlen sich häufiger unfair behandelt.

 

Nicht immer kann der Chef zu mehr Achtsamkeit umerzogen werden. Dann liegt der Ball bei Ihnen: Wie Sie lernen können, mit Stress besser umzugehen und den Arbeitsalltag etwas stressfreier zu gestalten, lesen Sie hier.

 

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