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Bild: Pixabay 

Arbeitnehmer in Österreich: Immer überall erreichbar sein?

29.06.2017 | 16:20 |  Charlotte Weber (DiePresse.com)

Für jeden dritten Arbeitnehmer in Österreich ist die ständige Erreichbarkeit eine Belastung.

Wie stehen österreichische Arbeitnehmer zur zunehmenden mobilen Erreichbarkeit? Dieser Frage widmet sich das berufliche Online-Netzwerk Xing in der Studie "Kompass Neue Arbeitswelt", für die Marketagent.com 1002 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren befragt hat.

Jeder Fünfte schätzt größere Flexibilität

Mehr als jeder fünfte Österreicher (22,7 Prozent) steht der zunehmenden Erreichbarkeit durch die größere Flexibilität, die dadurch entsteht, positiv gegenüber. 43,6 Prozent erkennen Vor- und Nachteile gleichermaßen, die restlichen 33,7 Prozent sehen darin eher eine Belastung. Auffällig ist zudem ein deutliches Altersgefälle: Jeder dritte (33,3 Prozent) 18- bis 24-Jährige findet die zunehmende Erreichbarkeit gut, während die Generation 50+ nur 19,7 Prozent so empfinden.

Frauen sehen mobile Erreichbarkeit positiver als Männer

Auch zwischen den Geschlechtern gibt es bemerkenswerte Unterschiede: Für beinahe jede vierte Frau (24,1 Prozent) überwiegen die Vorteile der ständigen Erreichbarkeit auch außerhalb der Kernarbeitszeiten. Bei den Männern ist dieser Anteil mit 21,5 Prozent hingegen geringer. Unter jenen, die die zunehmende Erreichbar eher als Belastung empfinden, ist der Anteil der Männer (35,8 Prozent) größer als jener der Frauen (31,3 Prozent). Für 42,7 Prozent der Männer und 44,6 Prozent der Frauen bedeutet die steigende mobile Erreichbarkeit Bereicherung und Belastung gleichermaßen.

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