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Scheitern verboten

16.06.2017 | 11:02 |  Michael Köttritsch (Die Presse)

Sprechblase Nr. 191. Warum „Fehlerkultur“ eine Herausforderung ist.

Richtig: Es muss nicht immer das Wort „innovativ“ sein, mit dem Unternehmen zeigen, wie modern sie heute arbeiten. Eine Alternative dazu ist die – Achtung Sprechblase – „Fehlerkultur“.

In den Unternehmensleitbildern ist dann die Rede davon, dass hier „Stärken gestärkt“ werden, „Fehler willkommen“ sind und „Scheitern als Chance“ gesehen wird. Ein guter Zugang, wenn man nicht gerade betroffener Kunde, Passagier oder Patient ist. Es ist ein Zugang, der verhindert, dass Fehler, die selbst Profis immer wieder unterlaufen, vertuscht werden. Schließlich ist Fehlervermeidung statt Fehlerkontrolle das Ziel.

Zugegeben: Unternehmen, die davon sprechen, Fehlerkultur und gleichzeitig das Zero Defects Concept oder Total Quality Management zu leben, sind mutig. Dabei keine Fehler zu machen ist schwierig. Und hier gilt: Scheitern verboten.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

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