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Bild: Pixabay 

Holacracy: Die Hierarchie der Kreise

17.06.2017 | 16:13 |  Michael Köttritsch (Die Presse)

Open Lecture mit Gerald Mitterer in Wiener Neustadt.

Viel wird aktuell über alternativen Organisationsmodelle diskutiert, die besser auf Volatilität und Dynamik reagieren können. Gerald Mitterer, Co-Founder von dwarfs and Giants, hat in Holacracy so ein Modell gefunden. Wie es funktioniert, stellt er bei einer Open Lecture am 23. Juni an der FH Wiener Neustadt vor.

Denn, sagt Mitterer, „die meisten Unternehmen sind im Geiste der Industrialisierung organisiert – klare Hierarchien, Trennung von Planung und Ausführung, optimiert für ein stabiles Umfeld.“ Doch: Eher überleben werden Organisationen, die mit zunehmender Unvorhersehbarkeit und Komplexität umgehen können.

Mitterer erläutert Prinzipien dieses neuen Organisierens, wie etwa die Veränderung von statischen Jobs hin zu dynamischen Rollen, von Macht-Hierarchien hin zu Purpose-Hierarchien und verteilter Autorität hin zu schnellen, evolutionären Schleifen.

Hinter Holacracy steckt ein Ansatz, der die Autorität verteilt, die sonst bei Führungspersonen oder Managern liegt. Teammitglieder übernehmen eine oder mehrere Rollen, die sich am Unternehmenszweck ausrichten. Über verbindliche Kooperationsregeln und Prozesse stimmen sie sich mit anderen Rolleninhabern ab.

Dabei wird die Entscheidungsfindung dorthin im Unternehmen verlagert, wo die Umsetzung passieren soll. Verschiedene Rollen, die notwendig sind, um Aufgaben zu erfüllen, werden in Kreisen zusammengefasst. Daraus resultiert eine Hierarchie der Kreise. Zudem betont Holacracy die Eigenverantwortung der Mitarbeiter.

Open Lecture

„Holacracy – Agiles Steuern als Wettbewerbsvorteil in volatilen Märkten“ von Gerald Mitterer, Co-Founder, dwarfs and Giants, Freitag, 23. Juni, 15.30 Uhr, FH Wiener Neustadt
Campus, Hörsaal 7.
Anmeldung: www.fhwn.ac.at/agileorganisation

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