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Andreas Weiss / Bild: Dentsu 

Digitalisierung ist kein Privileg der Großen

24.04.2017 | 10:00 |   (DiePresse.com)

"Digital future": Weil auch die Gegenwart digital ist, sollten sich auch kleine und mittlere Unternehmen mit diesem Thema beschäftigen.

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz – das klingt nach viel Aufwand. Und dass es für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nicht leistbar ist. Andreas Weiss, Chef der Österreich-Niederlassung der Kommunikationsagentur Dentsu winkt ab. Große Unternehmen hätten wegen ihrer Kapitalausstattung Wettbewerbsvorteile, „smarte KMU aber große Chancen, wenn sie mit ihrem anderen Denken Nischen finden.“

Genau diese wendigen Kleinunternehmen seien es, die auch den Googles, Apples und Co mitunter schlaflose Nächte bereiten, weil die nie wissen können, was in der einen oder andern Garage ausgebrütet wird. „Oft sind es dann naheliegende, einfache Lösungen, die revolutionär sind“, sagt Weiss. Insofern sollten sich auch KMU der Digitalisierung nicht verschließen.

Allerdings sollten gerade KMU nicht übersehen, dass es auch eine Welt gebe, in der die grenzenlose Digitalisierung „nicht gewünscht“ sei. Gerade Unternehmen, die lokal oder in Handarbeit produzierten.

Kontrolle abgeben

Das alles habe auch Auswirkungen auf die Markenführung: „Die Hohheit über die Markenführung“, sagt Weiss, „liegt nicht mehr allein beim Unternehmen.“ Die Werte, für die ein Unternehmen, und die Kommunikation dieser Werte sei keine Einbahnstraße mehr. Für die Unternehmen heiße das, „die Interpretation der Marke gemeinsam mit den Konsumenten zu gestalten“, sagt Weiss. Natürlich sorge das in den Unternehmen vielfach für Unruhe, Kontrolle abzugeben – und würden beispielsweise Kommentare auf Facebook löschen. „Doch die Konsumenten von heute sind mächtig – nicht nur mittels ihrer Kaufentscheidung“, sagt Weiss. Und darauf müssten sich Unternehmen eben einstellen.

 

Übrigens: Antworten auf diese Fragen wird auch Dentsu-Innovationschef Kei Shimada in seinen Impuls beim Wifi-Impulstag diese Woche in Wien geben: KMU müssen sich fragen, sind wir agil? Investieren wir richtig und verstehen wir die Kunden, die das Prinzip Digitalisierung bereits verstanden haben?

Weitere Impulse kommen von Journalistin Nana Siebert und Verkaufstrainer Andreas Buhr: Donnerstag, 27. April, 14 Uhr, www.wifiwien.at/393206

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