Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentieren Artikel senden Senden
Bild: Clemens Fabry 

Die Angst der Väter vor der Elternkarenz

19.04.2017 | 10:00 |   (DiePresse.com)

Väter mit hohem Bildungsabschluss möchten in Väterkarenz gehen – 81 Prozent befürchten jedoch Karriereeinbruch.

88 Prozent der Österreicher gehen davon aus, dass Väterkarenz beim Arbeitgeber nicht gerne gesehen wird. 81% der Teilnehmer befürchten außerdem, dass sich Väterkarenz negativ auf die Karriere auswirkt. Das ergab die Trendstudie „Geteilte Elternkarenz – Wunschtraum oder Realität“ von StepStone Österreich unter 803 österreichischen Arbeitnehmern.

„Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind geschaffen. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug, sie müssen die Ängste ihrer Mitarbeiter reduzieren um sich so im Kampf um die besten Köpfe langfristig einen Vorteil zu schaffen“, sagt Rudi Bauer, Geschäftsführer StepStone Österreich. Österreicher fühlen sich sehr gut informiert (54 Prozent) über das Thema Väterkarenz – nur vier Prozent geben an, dass sie davon noch nie gehört haben. Informationen über die Väterkarenz erfolgt jedoch über Medien und eigene Recherche. Arbeitgeber kommunizieren das Thema nicht aktiv: 57 Prozent werden absolut oder eher nicht vom Arbeitgeber darüber informiert.

57 Prozent sagen Ja zur Familienzeit

Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft haben ab 1. März 2017 nach der Geburt ihres Kindes die Möglichkeit sogenannte „Familienzeit“ in Anspruch zu nehmen. Das heißt: Väter können zuhause bleiben und erhalten rund 700 Euro Familienzeitbonus. Diese Möglichkeit würden 57 Prozent der Befragten, die in der Privatwirtschaft beschäftigt sind in Anspruch nehmen. Das Interesse ist groß, der Arbeitgeber muss jedoch zustimmen. Von den 31 Prozent, die keine Familienzeit in Anspruch nehmen würden, befürchten zwei Drittel, dass sie mit dem Familienzeitbonus die Familie nicht mehr erhalten können.

AnmeldenAnmelden
DiePresse.com