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Bild: IMAS 

Österreicher sind zufrieden mit ihren Jobs

14.04.2017 | 12:00 |   (DiePresse.com)

Nur drei Prozent befriedigt ihre Arbeit überhaupt nicht, ergab eine IMAS-Studie.

Die Arbeitswelt hat sich verändert, die Digitalisierung, die Spezialisierung, die Globalisierung aber auch die neue Freizeitgesellschaft schaffen neue Arbeitsalltage in den österreichischen Unternehmen. Daher ging IMAS International der Frage nach, wie die unselbständig Erwerbstätigen ihre eigene berufliche Tätigkeit einschätzen und vor allem ihre direkte Führungskraft beurteilen.

Genau drei Fünftel der unselbständig Erwerbstätigen in Österreich befriedigt ihre Arbeit voll und ganz, nur für eine Minderheit von drei Prozent gilt dies überhaupt nicht.

Rund ein Drittel der unselbständig Erwerbstätigen schätzt sich auch berufsorientiert ein. Die Zufriedenheit mit der eigenen beruflichen Situation ist enorm: Die absolute Mehrheit ist sogar sehr zufrieden mit ihrer beruflichen Situation. Besonders zufrieden sind vor allem Erwerbstätige, die schon seit mehr als 15 Jahren im Unternehmen arbeiten.

Insgesamt überwiegt im Spannungsverhältnis Beruf und Freizeit/Familie aber sicherlich ein mentaler Schwerpunkt auf die Stunden, die man nicht arbeitet. 43 Prozent der Befragten favorisieren die Stunden, in denen sie nicht arbeiten. Überraschenderweise rangieren für weitere rund zwei Fünftel die Arbeitsstunden gleich hoch im Kurs wie die Freizeit.

Führungskräfte werden geschätzt

Der direkte Vorgesetzte hat in den Augen der Mitarbeiter gute Fachkenntnisse, ist gerecht und hat eine gute Übersicht bzw. gibt klare Anleitungen. Insgesamt überwiegt ein sehr positives Bild von den Führungskräften.

Negative Eigenschaften, wie Überforderung, Launenhaftigkeit oder das Schmücken mit fremden Federn, sind nicht stark ausgeprägt, kaum ein Mitarbeiter schreibt diese negativen Aspekte dem eigenen Chef zu.

 

1 Kommentare
Mariee
31.05.2017 13:38
0 0

Sehr lobenswert

Fragt sich nur, um welche Unternehmen es sich handelt und was sie besser machen als andere Unternehmen, wo die Unzufriedenheitsrate hoch ist. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Mitarbeiter in Dienstleistungsbranchen wie der Gastronomie oder Hotellerie besonders unter Druck stehen und dabei nach außen ein professionelles Bild abgeben müssen, während die Löhne nicht immer sehr attraktiv ausfallen. Das Zusammenspiel aus Gehalt und Teamzusammenhalt macht viel aus. Auch eine gewisse Bereitschaft und Flexibilität für neue Herausforderung muss vorhanden sein. Immer mehr Bewerber suchen ihre Jobs regional (vgl. https://www.regio-jobanzeiger.de/ ). Bei einem dynamischen Arbeitsmarkt, in dem Angestellte auf andere Standorte ausweichen, ist das wenig überraschend.
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