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Wir lassen eine Digitalstrategie wachsen (3/17)

12.04.2017 | 12:39 |  Andrea Lehky (DiePresse.com)

Crashkurs Digital Business. Alle reden von Digitalgeschäft, aber keiner weiß, wie man es anpackt. Diese Serie ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Digitalstrategen und solche, die es werden wollen. Folge 3: Wie sieht es draußen aus?

Gestern haben Sie sich die internen Faktoren angeschaut, die Ihr künftiges Digitalgeschäft beeinflussen. Heute sind die externen dran.

Erster und wichtigster Punkt: Wer sind Ihre Kunden? Die von heute kennen Sie. Aber sind das auch die Kunden von morgen? An dieser Stelle eine wichtige Regel für das jedes Onlinebusiness: Grübeln Sie nicht zu lange. Handeln Sie lieber schnell und bauen Sie sich die Straße unterwegs.

Nächster externer Faktor: die rechtlichen Rahmenbedingungen. Digitales Geschäft lebt von Skaleneffekten, es rechnet sich erst richtig, wenn Sie den vertrauten deutschsprachigen Raum verlassen. Die ganze Welt steht Ihnen offen. Allerdings müssen Sie sich jetzt mit gesetzlichen Vorschriften herumschlagen, auf die Sie nicht vorbereitet sind. Beispiele gefällig?

  • Die Steuersysteme von Brasilien und China sind wegen ihrer Komplexität gefürchtet.
  • In manchen asiatischen und orientalischen Ländern dürfen Sie bestimmte Produkte aus religiösen Gründen nicht abbilden.
  • Der Stadtstaat Singapur ist praktisch zollfrei.

Wenn Sie nicht unbeabsichtigt mit dem Gesetz in Konflikt kommen wollen, brauchen Sie lokale Kanzleien an Ihrer Seite. Fragen Sie die auch gleich nach Wirtschaftsdaten, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Infrastruktur. Unterschätzen Sie die nicht: So mancher Online-Shop ist schon an lokalen Stromschwankungen gescheitert.

Bei Ihrer IST-Analyse haben Sie sich nun die externen Faktoren Kunden und rechtliche Rahmenbedingungen angeschaut. Morgen geht es mit Mitbewerb und Markt weiter.

 

Die Anregungen zu dieser Serie stammen aus dem Buch „Michael Kreawing: Digital Business Strategie für den Mittelstand“.

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