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Bild: Pixabay 

Liebe CFOs, nur keine Angst um den Job.

20.03.2017 | 13:55 |   (DiePresse.com)

Entgegen vieler Ängste ist die Sorge um den Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund von Automatisierung unbegründet. Im Gegenteil: Mitarbeiter können von der Automatisierung der Finanzabteilungen profitieren.

Eine erhöhte Produktivität, schnellere Entscheidungen – was die Automatisierung einem Unternehmen an Nutzen bringt, ist inzwischen bekannt. Doch was bedeutet sie für die Mitarbeiter?

Vor allem Vorteile, sagen über 1100 CFOs aus europäischen Unternehmen. Dazu zählen konkret: Arbeitserleichterung, etwa durch weniger Dateneingabe, und die Möglichkeit, sich aufgrund digitalisierter Prozesse schneller neue Kompetenzen anzueignen.

Vorteile dank Automatisierung

Und das sei bereits Realität: 76 Prozent der in Europa befragten Finanzmanager geben an, dass die neuen Technologien und digitalen Prozesse ihrem Team bereits dabei helfen, ihre Arbeit besser zu leisten.
Mehr noch: Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) geht davon aus, dass die Automatisierung sogar eine Verbesserung der Work-Life-Balance zur Folge hat.

Robert Half hat CFOs in Europa nach ihrer Zustimmung zu folgenden Statements befragt

1. „Das zunehmende Vertrauen in Technologie und digitale Prozesse wirkt sich positiv auf die Finanzabteilungen aus.“ (83 Prozent Zustimmung)

2. „Die Geschäftsleitung und Führungskräfte unseres Unternehmens stehen voll hinter der Digitalisierung der Finanzabteilung.“ (77 Prozent Zustimmung)

3. „In der Finanzabteilung meines Unternehmens wurden neue Technologien und digitale Prozesse eingeführt, damit mein Team seine Arbeit besser machen kann.“ (76 Prozent Zustimmung)

Neue Jobanforderungen

Die Finanzangestellten selbst stehen den Veränderungen dagegen oft zögerlich gegenüber. Dabei ist die Sorge der Angestellten vor dem Jobverlust unbegründet, denn mit 69 Prozent bestätigt die Mehrheit der Befragten CFOs, dass aufgrund der Automatisierung zwar eine signifikante Anpassung der nötigen Kompetenzen erforderlich sei, sich daraus allerdings kein Abbau von Arbeitsplätzen im Finanzteam ergebe. „Schon heute laufen Arbeitsprozesse in der Buchhaltung automatisiert ab, die vor ein paar Jahren noch manuell durchgeführt wurden. Dafür übernehmen Buchhalter vermehrt Kontrollfunktionen“, erklärt Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half in Wien. Die Digitalisierung bringe eine Reduktion von monotonen Routinetätigkeiten, verbesserte Workflows mit geringerer Fehleranfälligkeit und durch die höhere Geschwindigkeit vor allem freie Zeitressourcen, die die Mitarbeiter in Innovationsprojekte investieren können. Davon profitiere nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Belegschaft.

Herausforderungen

Die Umfrage ergibt, dass etwa jeder fünfte europäische CFO (23 Prozent) nicht auf die volle Unterstützung seiner Geschäftsleitung und Führungskräfte zählen kann, wenn es darum geht, die Automatisierung im Unternehmen voranzutreiben. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten geben an, die Finanzabteilung sei gut geschult und versiert im Umgang mit neuen Technologien.

 

Über die Arbeitsmarktstudie

Die von Robert Half entwickelte Arbeitsmarktstudie wird jährlich in zwölf Ländern erhoben: Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Schweiz, Vereinigte Arabische Emirate. Die Befragung wurde im Januar 2017 von einem internationalen, unabhängigen Meinungsforschungsinstitut unter 1.838 CFOs weltweit, davon 1.103 in Europa durchgeführt.



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