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Bild: Pixabay 

Unternehmen sind alles andere als zukunftsfit

28.02.2017 | 18:01 |   (DiePresse.com)

Deloitte-Studie ergibt: Der Großteil der Unternehmen ist laut Einschätzung der eigenen Führungskräfte noch nicht fit für die Zukunft.

Die Ergebnisse der aktuellen Deloitte-Studie "Global Human Capital Trends" zeigen: Nur ein Zehntel der weltweit befragten Betriebe ist fit für die Zukunft. Insbesondere österreichische Führungskräfte kämpfen mit komplexen Strukturen und fühlen sich dabei auf fast alle Trends schlechter vorbereitet als die internationalen Mitbewerber.

Deloitte hat aus der Studie drei Trends identifiziert, die in den nächsten Monaten bestimmend sein werden.

Agil und digital

60 Prozent der österreichischen Führungskräfte stufen ihr Unternehmen als komplex ein. 65 Prozent bemängeln fehlende Agilität.
Um Abläufe weniger komplex zu gestalten, müssen hierarchische Strukturen durch Netzwerke und agile Teams ersetzt werden. Agilität hingegen könne nur durch mehr Autonomie und dezentrale, einfache Entscheidungswege mit wenigen involvierten Hierarchieebenen erreicht werden.
In Punkto digitaler Transformation geben 68 Prozent der österreichischen Befragten an, dass ihre HR-Prozesse gar nicht oder nur teilweise automatisiert seien. Nur 22 Prozent halten ihre HR-Systeme für effizient und wirksam.
Die Lösung: Es brauche neue Technologie und eine Analyse personalrelevante Daten, um strategische Entscheidungen zu treffen. Schließlich halten nur acht Prozent der global befragten Unternehmen ihre Datenqualität und -menge für ausreichend, um aussagekräftige Auswertungen zu erstellen.

Flexible Karrieremodelle und schnelle Anpassungsfähigkeit

Kontinuierliches Lernen, Anpassungsfähigkeit, Entwicklung und persönliche Entfaltung. Diese Faktoren stehen für 83 Prozent der Führungskräfte ganz oben auf der Prioritätenliste.
61 Prozent der befragten österreichischen Unternehmen geben an, bereits an neuen Karrieremodellen zu arbeiten beziehungsweise eine Umsetzung zu planen. Schwierig sei es hier noch, die Karrierewünsche der Mitarbeiter mit dem Bedarf des Unternehmens zusammenzubringen.

Recruiting innovativ

Unternehmen fehle es derzeit noch an Mitarbeitern mit digitalem Know-how. Diese Mitarbeiter könnten unter anderem durch innovatives Recruiting, zum Beispiel mittels sozialer Netzwerke, gewonnen werden. Österreichischen HR-Abteilung hafte der Ruf an, traditionell statt innovativ zu rekrutieren. Digitale Kanäle zu nutzen, um Mitarbeiter zu gewinnen, könne allerdings viele Möglichkeiten eröffnen.

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