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Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry) 

Pokern statt Nasenbohren

10.02.2017 | 10:46 |  Michael Köttritsch (Die Presse)

Warum auf „Hold“ setzen Herrn Buffetts Privileg ist.

Wenn Warren Buffett nach der Strategie „Buy and Hold“ an der Börse agiert, dann ist das für ihn eine gute Sache. Der US-amerikanische Investor ist damit einer der reichsten Männer der Welt geworden. Wenn Analysten in Bezug auf ein Wertpapier „Hold“ empfehlen, haben sie sich hoffentlich etwas überlegt.

Wenn in Unternehmen – Achtung, Sprechblase – Entscheidungen auf „Hold“ gesetzt werden, dann ist Feuer am Dach. Dann will/kann/darf die zuständige Einheit nicht entscheiden. Und wenn Entscheidungen auf die lange Bank geschoben werden, dann ist das meist kein gutes Zeichen.

Auf „Hold“ zu setzen ist also keine Bank, wie die Gambler sagen würden. Denn jede (Nicht-)Entscheidung birgt schließlich ein Risiko: Das gilt für das Beamtenmikado (wer sich zuerst bewegt, verliert) ebenso wie für eine Texas-Hold'em-Pokerpartie.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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