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Schöner streiten: Die Drei- oder Vierfaltigkeit des Streitens

22.02.2017 | 07:00 |  Andrea Lehky (DiePresse.com)

Folge 3/9: Warum Konflikte immer dreidimensional sind.

Heute gibt es zwei Theorie-Häppchen zum Nachdenken. In der Konflikttheorie hat jeder Streit drei Ebenen:

  • Sachebene (das Thema)
  • Beziehungsebene (das Verhältnis der Kontrahenden zueinander) und
  • Werteebene (Ihre Werte und die des anderen).

Ein anderes, weit verbreitetes Kommunikationskonzept von Friedemann Schulz von Thun ordnet jeder Botschaft vier Dimensionen zu:

  • Sachebene („Die Ampel ist grün“)
  • Beziehungsebene („Ohne mich würdest du sie wieder verschlafen“)
  • Selbstkundgabe („Ich bin dir überlegen“) und
  • Appell („Fahr endlich!!!“)

Egal, ob Ihnen der Ansatz der Konflikttheorie oder der Kommunikationstheorie lieber ist: Sie sind nie bloß auf der Sachebene unterwegs. Viele Streitereien lassen sich auf Missverständnisse zwischen der Sach- und der Beziehungsebene zurückführen. Etwa wenn der Chef den Mitarbeiter nur anspornen will („Beeil dich!“), der das aber als Kritik an seinem Arbeitsstil auffasst.

Schauen Sie sich einmal das Muster hinter Ihren Zwisten an: Auf welcher Ebene hakt es?

 

Morgen in "Schöner Streiten": Warum Sie die Landkarte nie mit der Landschaft verwechseln dürfen

Die Anregungen zu dieser Serie stammen aus dem Buch „Psychologisches Konfliktmanagement“ von Werner Schienle und Andreas Steinborn (Springer Verlag 2016).

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