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Schöner streiten

20.02.2017 | 12:30 |  Andrea Lehky (DiePresse.com)

Neue Serie. Manche befetzen sich offen. Manche giften sich nur an. Manche zündeln über Dritte. Alle hätten es leichter, wenn sie die Angelegenheit einfach bereinigen würden.

Das würde ihnen auch ihre Umwelt danken. Danken, dass sie von der miesen Stimmung verschont, nicht mehr hineingezogen, nicht mehr von Kollateralschäden belastet würden.

Konflikte nerven übrigens nicht nur, sie sind auch teuer. Sehr teuer, rechneten die deutschen Kollegen der Wirtschaftsberatung KPMG vor. Mit 50.000 bis 500.000 Euro beziffern sie jeden einzelnen Konflikt – wenn er noch nicht gerichtsanhängig ist. So weit wollen wir es erst gar nicht kommen lassen.

Der durchschnittliche Knatsch beginnt ganz harmlos. Eine Bemerkung wird falsch verstanden, eine Aussage ist unklar. Das Ärgernis schaukelt sich auf, Spannungen entstehen. Die Stimmung verschlechtert sich. Die Beziehungen sind mehr und mehr belastet, der Informationsfluss stockt. Die Motivation sinkt, Krankenstände und Fluktuation steigen. Die produktive Arbeitszeit geht zurück. All das kostet Geld.

In dieser neuen Serie beschäftigen wir uns damit, wie Sie Konflikte ein für alle mal aus dem Weg räumen. Wir sprechen hier ausschließlich von beruflichem Zoff. Doch nichts hindert Sie daran, diese Gedanken auch auf private Dispute zu übertragen.

 

Morgen: Warum Sie wissen müssen, an welchem Punkt der Skala Sie stehen

Die Anregungen zu dieser Serie stammen aus dem Buch „Psychologisches Konfliktmanagement“ von Werner Schienle und Andreas Steinborn (Springer Verlag 2016).

 

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