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Studie belegt: Keine Angst vor Jobverlust

25.01.2017 | 11:37 |   (DiePresse.com)

Führungskräfte und Mitarbeiter in Österreichs Unternehmen gehen davon aus, dass ihr Job in zehn Jahren noch existiert.

In Zeiten von Digitalisierung, Automatisierung und Co. könnte man davon ausgehen, dass Arbeitnehmer Angst haben, ihren Job zu verlieren. Laut einer Studie von IIR sehen sowohl Führungskräfte, als auch Mitarbeiter die Lage aber deutlich entspannter. 94 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihr Job in zehn Jahren noch existiert. Aber: die Hälfte davon ist sich sicher, dass er sich stark verändern wird. Berufliche Weiterbildung sehen die meisten der Befragten als gute Möglichkeit, den Job zu erhalten. Bei Veränderungen auf Unternehmensebene, wie z. B. Fusionen, gehen sie jedoch vom Verlust ihres Jobs aus.  

 Quelle: www.iir.at/weiterbildungsindex Auswertung zur Frage: Glauben Sie, dass ihr aktueller Job in 10 Jahren noch existiert?

Quelle: www.iir.at/weiterbildungsindex Auswertung zur Frage: Glauben Sie, dass ihr aktueller Job in 10 Jahren noch existiert?

Lehrer, Apotheker und Beamte: Der Job bleibt gleich

Einzelne Berufsgruppen fühlen sich von Veränderungen in ihrem Umfeld weniger betroffen als andere, darunter zum Beispiel Lehrer, Apotheker oder Beamte. Sie gehen größtenteils vom unveränderten Fortbestand ihres Jobs aus. Aber auch ein Job in gehobener Position gibt vielen ein Gefühl der Sicherheit. Sie sehen außerdem Weiterbildung als Weg, ihre Stelle zu behalten.

Digitalisierung: Der Job verändert sich

Die Befragten sehen in Digitalisierung, Automatisierung und technologischem Fortschritt keinen Grund für die Angst vor Jobverlust. Sie gehen aber davon aus, dass sich ihr Berufsbild dadurch stark verändern wird. Weitere Gründe für die Änderung des Jobprofils sehen sie in sich verändernden Anforderungen und Aufgabengebieten. Auch hier geht der größte Anteil der Befragten davon aus, dass sie sich mit Hilfe von Weiterbildung an die sich verändernden Rahmenbedingen anpassen können.

Umstrukturierungen, Fusionen, Übernahmen

Die Pessimisten hinsichtlich des Fortbestands ihres Jobs wurden nach ihren Befürchtungen befragt. Mehr als die Hälfte dieser Personen sieht Veränderungen auf Unternehmensebene als Grund für den Verlust ihres Jobs. Konkret nannten sie u.a. Umstrukturierungen, Fusionen, Übernahmen und Outsourcing. Vor der Digitalisierung und dem technologischen Fortschritt fürchtet sich jedoch nur knapp ein Fünftel.

Jedes Jahr macht IIR eine Studie zum Stellenwert von Weiterbildung in Österreichs Unternehmen - den IIR Weiterbildungsindex (WEBI). Befragt werden Vorstände, Geschäftsführer, Abteilungsleiter und Mitarbeiter aus Unternehmen aller Branchen.

1 Kommentare
Lenoo
06.02.2017 17:55
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Andere Denkweise

Das wurde genau richtig auf den Punkt gebracht! War es noch vor 30 Jahren normal, dass man in Fabriken in Menschenmassen die Cola-Flasche händisch mit Deckeln zumachen musste, werden solche Prozesse heute automatisiert, was ich als Segen für die Menschen betrachte. Denn mit den Veränderungen entstehen auf anderen Ebenen neue Jobs. Der iOS Entwickler oder die App-Erfinder waren vor 10 Jahren vielleicht nicht präsent. Jetzt werden sie in Unternehmen händeringend gesucht.
Ich denke aber auch, dass der Mensch auch lernen sollte, was für seinen eigenen Körper zu machen und ruhig mal in ruhigere Regionen sein Arbeitsglück versuchen sollte. Es gibt ja schließlich nicht nur München oder Berlin, sondern auch Region wie Moseleifel (vgl. Stellen hier unter http://www.eifeler-jobanzeiger.de/ ) oder Regionen mit See und Landschaft.
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