Recht: Wer hat Angst vor Artificial Intelligence?

17.11.2016 | 21:26 |   (DiePresse.com)

Wie die Digitalisierung die Arbeit der Rechtsanwälte verändern wird, stand im Mittelpunkt der ersten Diskussionsveranstaltung von FutureLaw.

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Ist der Rechtsanwalt von morgen ein Roboter? Und wenn schon nicht so extrem, wie wird Augemented Intelligence die Arbeit der Anwaltskanzleien verändern. Diese Fragen dieskutierten Manz-Verlagsleiter Wolfgang Pichler, IBM-Generaldirektorin Tat‎jana Oppitz, Sophie Martinetz von Northcote.Recht und Franz Dornig (IBM) bei der ersten Diskussionsveranstaltung von FutureLaw.

Dabei gewährte zunächst Franz Dornig einen Einblick in die Augmented Intelligence Projekte von IBM. Nach einer kurzen Vorstellung von IBM Watson - einem kognitiven System, das verstehen, Schlüsse ziehen und daraus lernen kann, berichtete er über aktuelle Entwicklungen wie Chatbots in Hotels und Online Plattformen.

Der mögliche Missbrauch von Daten, das Vertrauen in Maschinen, aber auch der Reifegrad der Entwicklung der künstlichen Intelligenz sowie die Kalkulierbarkeit dieser Systeme wurden in einer anschließenden Diskussion ausführlich behandelt.

Ein weiterer Knackpunkt war die Frage, wieviel Wissen man haben muss, um mit solchen Systemen arbeiten zu können, und welche Auswirkungen etwa IBM Watson auf die Gesellschaft hat. Auf die Frage ob es Systeme gibt, die im Vorfeld ein Ergebnis kalkulieren können, antwortete Pichler, dass es dies schon unter bestimmten Rahmenbedingungen in den USA gäbe, es sich hier allerdings um intelligentes Datensammeln handle. Man füttert das System mit aufbereiteten Daten- das System erkennt die Intention und fängt an, im Hintergrund zu lernen, also die Information in semantisches Wissen umzuwandeln und damit zu arbeiten. Schlagworte, sogenannte Keywords, werden hier aber nicht benötigt.

Auch über das Start-up ROSS und andere innovative AI-Systeme und Trends wurde ausgiebig diskutiert. Dornig meinte, dass dieses Programm kostspielige Recherchezeit einsparen würde und die Anwälte somit mehr Zeit hätten, ihre Kunden zu beraten.


Geplante Veranstlatungen von FutureLaw 2017:
• Februar: Next Generation Organisation — Was ist die Organisationsstruktur nach Artificial Intelligence?
• April: Zuversichtlich in die Zukunft: Wenn AI oder digitale Dokumentenerstellung die Arbeit der AnwältInnen erleichtert – was machen dann die RechtsanwaltsanwärterInnen/ Associates mit Ihrer Zeit?
• Juni: Mandantenbeziehungen: die virtuelle Rechtsabteilung

Mehr Informationen über FutureLaw unter www.future-law.at

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