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Wie sich die Generation Y selbst sieht: verunsichert

03.12.2015 | 13:30 |  Eva Reisinger (DiePresse.com)

Wie sehen junge Menschen ihre Generation, wie denken sie über das Alter und was werden sie tun, wenn ihre Eltern pflegebedürftig werden?

In den Medien wird häufig über die berühmt berüchtigten Generationen Y und Z debattiert. Dikutiert wird über deren Chancen, wie sie sind und wer sie sein wollen. In einer Studie des Instituts für Jugendforschung wurden jetzt erstmals diese jungen Menschen österreichweit befragt, wie sie selbst Dinge sehen.

Sieben von zehn jungen Menschen bezeichnen die heutige Jugendgeneration als „verunsichert“ (72 Prozent ). Oft fallen auch die Begriffe  "angepasst" (58 Prozent) und "planlos" (56 Prozent).

Jung und Alt

Die Pflege der eigenen Eltern im Alter sehen sie als persönliche Herausforderung. Um mit ihr umgehen zu können, erwarten sie sich gewisse staatliche Rahmenbedingungen. Bevorzugt wollen sie die Eltern nicht im Pflegeheim unterbringen, sondern in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen und mit professioneller Unterstützung zu pflegen.

Den Interessenskonflikt zwischen Jung und Alt zu schüren, haben junge Leute großteils nicht im Sinn. Das gilt vor allem im Hinblick auf den viel zitierten Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt: Lediglich 20 Prozent meinen, dass man immer dann, wenn Arbeitsplätze knapp werden, die Jobs den jüngeren Menschen geben und die Älteren in die Arbeitslose schicken sollte.

Einmal selbst eine staatliche Pension zu bekommen haben sich junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren lüängst abgeschminkt. Nicht einmal 40 Prozent glauben, sich davon den Ruhestand finanzieren zu können.

Wie sie im Alter leben werden, ist noch unscharf. Klar ist. Diese Generation wird anders alt werden als es ihre Eltern. Ihr „way of life“ ist stärker erlebnisorientiert und lustbetont. So sehen sie auch ihre alten Jahre.

Daher wird flexibles Mehrgenerationenwohnens und WGs für Senioren ein größeres Thema werden. „Man darf davon ausgehen, dass Trends, die den Alltag der heute 16- bis 29-Jährigen prägen, wie etwa der Fitnesstrend, ‚digital living’ oder der Trend zu ‚my home is my couch-castle’ in den Lebenskonzepten der Alten von übermorgen deutlich spürbar weiterwirken werden“, sagt Studienleiterin  Beate Großegger.

 

Mehr zum Thema: "Aktuelle Studie des Instituts für Jugendkulturforschung zeigt 16- bis 29-Jährige als eine verunsicherte Generation, die mit brennenden Zukunftsfragen ringt" von Beate Großegger vom Institut für Jugendforschung.

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