Arbeiten in Griechenland: Hohe Arbeitslosigkeit und Nummernschilder für Fahrräder

21.05.2015 | 12:00 |  Bernadette Redl (DiePresse.com)

In 80 Tipps um die Welt. Ernstes und Skurriles über Griechenland.

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Die Arbeitslosenrate in Griechenland lag im Jänner 2015 bei 25,7 Prozent. Dennoch gibt es ein paar Branchen, die wachsen. Das sind etwa Umwelttechnik, Maschinen- und Anlagenbau sowie die chemische Industrie. Wer gut ausgebildet ist, hat hier durchaus Chancen. Aber auch für Bürofachkräfte, Verkäufer im Einzelhandel, Köche und Restaurantfachleute, Mechaniker, Maschinisten, Metallfacharbeiter sowie Berufskraftfahrer sind die Aussichten gut.

Arbeitszeiten und Urlaub

Die wöchentliche Arbeitszeit liegt bei 40 Stunden. Pro Tag darf höchstens zehn Stunden gearbeitet werden. Pro Jahr sind insgesamt bis zu 120 Überstunden erlaubt, die mit einem Zuschlag von 40 Prozent vergütet werden und einer Sondergenehmigung bedürfen. Legale Überstunden von mehr als 120 Stunden werden mit einem Zuschlag von 60 Prozent vergütet.

Der Anspruch auf Urlaub liegt bei 24 bzw. 22 Arbeitstagen im ersten Jahr. Pro Jahr erhöht sich die Zahl der Urlaubstage um einen Arbeitstag.

Gehalt

Der griechische Mindestlohn liegt bei 683,76 Euro pro Monat. Die Höhe der Löhne und Gehälter ist in Kollektivverträgen festgelegt. Neben dem Grundgehalt werden Familienzuschläge, Zuschläge für lange Dienstzeiten, berufliche Erfahrung und ungesunde Arbeiten gezahlt.

In privaten Unternehmen wird gewöhnlich zu Weihnachten ein 13. Gehalt sowie zu Ostern und im Sommer jeweils zusätzlich ein halbes Gehalt gezahlt. Ausbezahlt wird in der Regel am Monatsende – manchmal auch zweiwöchig.

Alkohol und Getränke

Die Griechen trinken viel und gerne. Besonders beliebt ist Wein. Dieser wird häufig offen in Karaffen serviert. Man spricht oft nicht von einem Liter, sondern einem Kilo Wein. Von Einheimischen wie Besuchern gleichermaßen gemocht werden Raki und Ouzo.
Manche griechische Inseln haben durchaus trinkbares Leitungswasser. Gelegentlich kann es aber stark salzhaltig sein, dann sollte mit Wasser aus dem Supermarkt Vorlieb genommen werden.

Kurioses

Kopfschütteln und -nicken: Ein leichtes Kopfschütteln kann in Griechenland „Ja“ heißen, während ein Kopfnicken für „Nein“ steht.

Nummernschilder für Fahrräder: Theoretisch, wenn auch in der Praxis kaum umgesetzt, müssen in Griechenland auch Fahrräder ein Nummernschild haben.

Geburtstage kaum gefeiert: Auf ihren Glauben an die griechisch-orthodoxe Kirche lässt sich zurückführen, dass für die Griechen der Namenstag eine weitaus wichtigere Rolle spielt, als der Geburtstag. Letzterer wird meist nur bei Kindern gefeiert.

 

Falls Sie nun auf den Geschmack gekommen sind: Hier gibt's Tipps zur Bewerbung in Griechenland.

 

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