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Ex-Siemens-CEO Peter Löscher
Ex-Siemens-CEO Peter Löscher /  

CEOs: keine Nachfolger in Sicht

11.04.2014 | 09:21 |  Andrea Lehky (Die Presse)

Nur eines von fünf Unternehmen kann seine Spitze zeitnah ersetzen. Siemens (Bild: Ex-Vorstandsvorsitzender Peter Löscher) war so eines.

Achtzig Prozent von weltweit 1270 Mitgliedern der ersten Führungsebene gehen nach einer Studie von IIC Partners und Eblinger Executive Search davon aus, dass ihr Arbeitgeber nicht so rasch Ersatz findet, wenn sie überraschend das Unternehmen verlassen. Nur einer von fünf CEOs oder Vorständen ist sich sicher, dass ihn sein Unternehmen kurzfristig ersetzen kann. Für alle anderen gibt es entweder gar keinen Nachfolgeplan (48 Prozent), oder sie rechnen damit, dass es bis zu zwölf Monate dauert, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist (32 Prozent).

Als am meisten gefährdet betrachten sich Non-Profit-Organisationen (68 Prozent), die Pharmaindustrie (67 Prozent) und Professional-Services-Industrien (67?Prozent).

Lücke mit Folgen
Gleichzeitig sind die befragten Führungskräfte überzeugt, dass ihr Weggang böse Folgen für das Unternehmen hat.
► 38 Prozent vermuten einen negativen Einfluss auf die Unternehmenskultur.
► 18 Prozent erwarten Verzögerungen oder das vollständige Aufgeben neuer Produktentwicklungen.
► 16 Prozent rechnen mit einem Dominoeffekt und dem Abspringen weiterer Führungskräfte.
► 14 Prozent befürchten Umsatzrückgänge.
► 13 Prozent meinen, ihr Abgang würde dem Ruf des Unternehmens in der Öffentlichkeit schaden.

„Im Gegensatz zur Vorgeneration wechseln heutige Spitzenführungskräfte häufig den Arbeitgeber“, warnt Eblinger-Geschäftsführerin Charlotte Eblinger und rät zur Entwicklung interner Talentepools und verbesserten Onboardings für Talente von außen.

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