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Finanzdienstleister in Social Media: Hohe Reichweite, wenig Dialog

Finanzdienstleister in Social Media: Hohe Reichweite, wenig Dialog

02.07.2013 | 13:44 |   (DiePresse.com)

Deutsche Finanzdienstleister konnten ihre Reichweiten auf Social-Media-Kanälen ausbauen. Interaktion mit den Usern findet aber sehr wenig statt.

So ein Wachstum wünscht sich nicht nur jeder Banker: Innerhalb eines Jahres haben es die deutschen Finanzdienstleister geschafft, ihre Facebook-Reichweite um 74 Prozent auszubauen. Die Zahl ihrer Twitter-Follower konnten die Unternehmen im gleichen Zeitraum immerhin um 31 Prozent steigern.

Allerdings gelingt es kaum, die wachsende Gefolgschaft für den Dialog zu aktivieren. So bleibt rund jeder zweite Facebook-Beitrag der Finanzdienstleister ohne Kommentar. Auf Google+ sind es sogar 90 Prozent. Zudem unterscheiden sich die Netzwerke aufgrund unterschiedlicher Nutzerzahlen stark in ihrer Reichweite. Kommen die Finanzdienstleister im Schnitt auf 7.300 Facebook-Fans, sind es erst 240 bei Google+. Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse von Ketchum Pleon, bei der die Aktivitäten von 57 deutschen Finanzdienstleistern auf Facebook, Twitter, YouTube, Google+ und Blogs untersucht wurden. Österreichische Finanzdienstleister wurden nicht erhoben, die deutschen Ergebnisse lassen jedoch auf ähnliche Nutzung in Österreich schließen.

Facebook und Twitter sind bei den Finanzdienstleistern am beliebtesten. Insgesamt beschränken sich die Unternehmen in der Regel auf ein bis drei Netzwerke. Nachholbedarf zeigt sich auch beim Inhalt: Themenbereiche, die bei den Nutzern sehr beliebt sind, werden nur sehr selten behandelt. Umgekehrt werden die Themenschwerpunkte der Finanzdienstleister von den Usern weniger gut angenommen. Auch in der Aufbereitung der Informationen muss mehr auf die Nutzer eingegangen werden. Obwohl Facebook-Postings mit Bildern rund dreimal häufiger geliket und geteilt werden, wurde nur jeder fünfte Beitrag um ein Bild ergänzt.

Von den 57 untersuchten deutschen Finanzdienstleistern waren 28 in keinem sozialen Netzwerk vertreten. Fünf verfügten über Accounts, nutzten diese jedoch im Untersuchungszeitraum nicht aktiv. Damit verzichtet über die Hälfte der Unternehmen auf diese Kanäle.

(Red.)

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