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JobAbsage wegen nicht abgeschlossener

Job-Absage wegen nicht "abgeschlossener Familienplanung"

18.03.2013 | 14:17 |   (DiePresse.com)

Oö. Arbeiterkammer erreichte für Bewerberin 1.000 Euro Entschädigung wegen Diskriminierung

Eine Betriebswirtin, deren Ausbildung und Berufserfahrung zu 100 Prozent mit dem Anforderungsprofil übereinstimmten, hat eine Absage bekommen, weil der Arbeitgeber eine Dame mit "abgeschlossener Familienplanung" suche. Für die Arbeiterkammer Oberösterreich ein klarer Fall von Diskriminierung. Sie erreichte 1.000 Euro Entschädigung für die Bewerberin, wie sie am Montag berichtete.

Die Frage nach einem etwaigen Kinderwunsch sei bei einem Bewerbungsgespräch nicht erlaubt. Aber auch eine Ablehnung rein aufgrund der Annahme, die Bewerberin könnte noch Kinder bekommen, sei nicht zulässig. Deshalb habe die Frau letztlich die Entschädigung erhalten, schilderte die Interessenvertretung.

Sie bietet eine Gleichbehandlungsberatung an, die von Dezember 2011 bis Dezember 2012 um 22 Prozent mehr in Anspruch genommen wurde. Rund 7.000 Beratungsgespräche wurden seit 2006 geführt, fast eine halbe Million Euro wurden seither für oberösterreichische Arbeitnehmerinnen erkämpft. Mehr als die Hälfte der Fälle betraf sexuelle Belästigung. Bei 20 Prozent ging es um die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, etwa im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft während der Probezeit oder um Kündigungen nach dem Aufzeigen einer Diskriminierung. Immerhin 20 Prozent betrafen Entgeltdiskriminierungen, vier Prozent Benachteiligungen bei der Einstellung, bilanzierte die Arbeiterkammer.

(APA)

6 Kommentare
jurist0815
19.03.2013 12:58
2 0

dünnes Eis

auch mir wurde schon diese Frage gestellt, ich wollte nie Kinder und das wird sich auch nicht ändern, dementsprechend habe ich auch geantwortet, dann wird man aber gelich als Lügnerin hingestellt, weil "alle Frauen wollen Kinder".
Bin dann zur Schocktherapie übergegangen: "Diese Frage stellt sich für mich da ich keine Kinder bekommen kann".
Dann fällt den Damen und Herren Personalern das Gesicht anständig runter. :-D
El Barato
19.03.2013 00:06
1 8

Unternehmerische Freiheit gleich null

Als Unternehmer muss ich mir meine Arbeitnehmer aussuchen können.

Solche Klagen mit freundlicher Unterstützung von Betonschädel-Gewerkschaftern führen letztendlich nur dazu, dass man Frauen ohne Grund pauschal ablehnt, weil man ja nicht fragen darf, denn sonst würde man die armen Herzchen ja diskriminieren, nicht wahr?
Discipula
20.03.2013 07:36
2 1

Re: Unternehmerische Freiheit gleich null

Wenn ich diese depperte Ausrede schon lese:
Eigene Erfahrung:
1. Erstes abgeschlossenes Studium Dipl. Ing. !Bewerbungsgespräch: Sie haben ja noch keine Kinder. Das Risiko gehe ich nicht ein!
2.) Zweites abgeschlossenes Studium, Dipl.-Ing. in einer Zukunftsbranche, beide Abschlüsse passen zusammen, Abschlussnote zwei! Zwischendurch beide Kinder bekommen, trotz Studium
Bewerbungsgespräch: 1.) Sie haben aber lange studiert, Sie sind dafür aber überqualifiziert. 2.) Wie soll das denn mit den Kindern gehen, wer übernimmt die Erziehung. Der Ehemann! Ah ha, aber na ja die Kinder brauchen doch ihre Mutter blah blah blah

Heute nach über 10 Jahren im Beruf, die Kinder sind erzogen, mein Arbeitgeber ist mehr als zufrieden und meine Karriere am richtige Weg.

Es gibt Arbeitgeber für die Quailfikation zählt, nicht das Geschlecht!

freeman
20.03.2013 16:54
0 0

Was ist daran "deppert"?

Wenn jemand versucht meine Freiheit auf juristischen Weg künstlich einzuschränken, werde ich mich wehren.
Egal ob als Unternehmer oder Arbeitnehmer.

Sicher gibt es genug Personaler, die nicht in der Lage sind, Bewerber einzuschätzen - selbst schuld, sie schneiden sich ins eigene Fleisch. Ein juristischer Lösungsversuch dieses Problems stellt jedenfalls eine Verschlimmbesserung dar.
navierstokes
18.03.2013 22:06
1 1

na

wer soll dann die kinder kriegen?
die gut gebildeten, einheimischen arbeitsplatzsuperfunktionierer dürfens jedenfalls nicht.
freeman
18.03.2013 16:54
1 3

Wer auch heutzutage noch immer aussagekräftige Begründungen in Absagen schreibt,

hat die 1.000 EUR "redlich" verdient.

Das Gesetz will uns zu Lügnern und Wadlbeißern erziehen - also handeln wir doch endlich so wie es das Gesetz befiehlt.

Tut uns leid, blah blah blah, für einen anderen Kandidaten entschieden blah blah blah, in Evidenz behalten, blah.
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