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Frauentag fuenf Prozent Patente

Weltfrauentag: Nur fünf Prozent der Patente von Frauen entwickelt

05.03.2013 | 12:09 |   (DiePresse.com)

Die große Ausnahme: In der Biotechnologie stammt fast ein Viertel aller Patente von Frauen.

Frauen haben derzeit einen verschwindend geringen Anteil am technologischen Output Österreichs: Nur knapp fünf Prozent der österreichischen Patente am Europäischen Patentamt stammen von Frauen, wie eine Studie des Austrian Institute of Technology (AIT) über die Jahre 1978 bis 2009 zeigt. Allerdings hat sich die Erfindungstätigkeit von Frauen "nach einer eher gemächlichen Entwicklung seit Mitte der 1990er Jahre, sowohl absolut als auch relativ deutlich erhöht". Zuletzt hat der Anteil indes stagniert.

Zwischen 1978 und 2009 konnten Frauen insgesamt 865 Patente zugeordnet werden, das sind 3,1 Prozent aller in diesem Zeitraum angemeldeten Erfindungen. Dabei konzentriert sich die Erfindungstätigkeit von Frauen auf einige wenige Bereiche: Biotechnologien, Pharmazie, verschiedene chemische Disziplinen, Landwirtschaft und Lebensmitteltechnologien. 50 Prozent aller von Frauen eingereichten Patente kommen aus diesem Bereich. Dementsprechend ist hier auch der Anteil an den Patenten von Frauen größer: So kommt laut der Studie fast ein Viertel aller Patente in Biotechnologien von Forscherinnen.

Beim Anteil, den Frauen an der Erfindungsleistung insgesamt haben, schlägt sich das allerdings nicht nieder. Grund: Insgesamt entfallen nur elf Prozent aller österreichischen Patente auf Chemie, Biotechnologien und Pharmazie.

In jenen Feldern, in denen Österreich traditionell seine Stärken bei Patenten hat, sind unterdessen sehr wenige Frauen aktiv. Fast 60 Prozent der österreichischen Patente der Jahre 2005 bis 2009 fallen in die Felder Ingenieurwesen und Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik und Verfahrenstechnik - aber nur 113 bzw. 2,5 Prozent der insgesamt 4.665 Patente aus diesen Bereichen wurden von Frauen angemeldet. Die ab Mitte der 1990er beobachtete Steigerung bei den Patenten von Frauen, "ist also nicht mit einer Verbreiterung des Spezialisierungsprofils und einem allgemeinen Anstieg der Aktivitäten von Erfinderinnen über alle Technologien einhergegangen".

Erklärungen für den geringen Forschungsoutput von Frauen in Österreich sind laut Studie stark in den Strukturen zu suchen: So stamme die überwiegende Zahl der Patente von Unternehmen. Während Frauen jedoch 40 Prozent des Forschungspersonals an Hochschulen ausmachen, stellen sie nur 16,5 Prozent des Personals in Forschung und Entwicklung in Unternehmen. Dazu komme, dass Frauen in den technischen Wissenschaften deutlich unterrepräsentiert sind, in diesem Bereich aber das Gros der heimischen Patente eingereicht werde. Dass immer noch Frauen größtenteils die Kinderbetreuungsaufgaben übernehmen und die Familiengründung meist in die Zeit des Aufbaus der wissenschaftlichen Karriere fällt, könne ebenfalls die Erfindungsleistungen von Forscherinnen hemmen.

(APA)

3 Kommentare
makaberich
05.03.2013 13:27
1 0

Womit wir wissen,

... warum sie Quote brauchen ...
Izmir Übel
05.03.2013 10:27
1 0

Wir brauchen eine

Patentquote für Lebewesen mit Menstruationshintergrund.
FrauIn Prammer-Hosek bitte veranlassen.
ChemieJobs.at
04.03.2013 19:51
0 0

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